Siegsdorf – Nach langen Vorplanungen konnte endlich der offizielle Spatenstich zum Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses in Vogling gefeiert werden. Neben den Verantwortlichen der Feuerwehr und des GTEV Heutau, der im Neubau ebenfalls eine neue Heimat bekommen wird, waren auch zahlreiche Voglinger Bürger, Vertreter des Gemeinderates und der Bauverwaltung sowie Kreisbrandrat Christoph Grundner und die Planer und Baufirmen zum Spatenstich gekommen.
1975 fing
alles an
Bürgermeister Thomas Kamm freute sich über den großen Zuspruch, der die Bedeutung dieses Bauwerkes für die Wehr, den Trachtenverein und die Voglinger Bürgerschaft unterstreicht. Kamm dankte den Mitarbeiterinnen der Bauverwaltung, die das Projekt zusammen mit dem Planungsbüro Chaloupka und den beteiligten Vereinen auf den Weg gebracht hatten und nun auch weiterhin begleiten. Er hoffte dabei, dass es gelingen möge, gemeinsam eine nachhaltige und zukunftsfähige Nutzung des Gebäudes für den Ortsteil Vogling zu schaffen.
Die Historie des jetzigen Gerätehauses im Bereich des ehemaligen Voglinger Schulhauses, das jetzt seit Jahrzehnten von der Firma Spiller genutzt wird, begann 1975 mit dem Bau einer „Fahrzeug-Garage“ für das notwendige Fahrzeug nach dem Bau des Ferienparks Vorauf-Feichten. Immer wieder umgestaltet und der Nutzung angepasst, ist das Gebäude nun seit vielen Jahren eigentlich viel zu klein für die Wehr und nicht mehr zeitgemäß.
Viele Gespräche und Überlegungen der vergangenen Jahre endeten schließlich mit einer schwierigen und langwierigen Bauleitplanung und einer pragmatischen Architektenlösung, die zwar zuerst überraschte, aber schließlich aufgrund ihrer hervorragenden Strukturierung die einhellige Zustimmung aller Beteiligten fand.
Bürgermeister Thomas Kamm freute sich auch, dass nach den bereits erfolgten ersten Ausschreibungen auch der geschätzte Kostenrahmen von gut fünf Millionen Euro eingehalten werden könne.
Der Dank des Bürgermeisters galt dem Gemeinderat für die Bereitschaft, das Projekt umzusetzen, für das auch eine Förderung von knapp einer halben Million Euro zu erwarten ist. Er freute sich aber auch über die fairen Angebote der verpflichteten Firmen aus der Umgebung, mit denen die Gemeinde bereits in der Vergangenheit gute Erfahrungen machen durfte. Architekt Gerhard Chaloupka und seine Mitarbeiterin Christine Gehmacher zeigten sich erfreut, mit dem FFW-Gerätehaus wieder einmal ein gemeindliches Gebäude für die Zukunft zu schaffen.
Auch Kommandant Bernhard Abstreiter und GTEV-Vorsitzender Michael Mader waren zufrieden, „dass es nun endlich losgehen kann“ und betonten den Konsens der Vereine bei den Planungen und der Umsetzung des Gemeinschaftsprojektes. Gemeinsam mit Architekt Chaloupka, Kommandant Abstreiter, Trachtenvorsitzendem Mader sowie Bautechniker Wolfgang Geistanger griff Bürgermeister Kamm schließlich zum Spaten.
Griff
zum Spaten
Beim symbolischen Spatenstich auf der Baustelle wurde eine Holzkiste mit einer kräftigenden Spirituose und Erinnerungstafeln für die beiden Vereine ausgegraben. Gemeinsam flüchtete man dann vor dem einsetzenden Regen in den Schulungsraum der Wehr, wo die Mitarbeiterinnen der Bauverwaltung für alle eine deftige Brotzeit vorbereitet hatten.