Übersee – Mit einem fulminanten Auftaktwochenende und einem vielfältigen, zehn Tage umfassenden Programm hat das Musikfest Übersee 2025 Maßstäbe gesetzt. Vom Bieranstich bis zur letzten Karaokerunde in der Bar war das Fest ein voller Erfolg – musikalisch, organisatorisch und stimmungsvoll.
Ein gelungener Start mit Blasmusik, Brandig und „vui Gaudi“: Am Tag der Vereine und Betriebe wurde das Fest eröffnet. Nach dem Bieranstich durch Festleiter Markus Genghammer und Schirmherr Herbert Strauch sorgten die „kleine Besetzung“ der Blaskapelle Übersee-Feldwies und die Band Brandig für Stimmung. In der Bar legten anschließend „The Dibbs“ nach und brachten die Besucher auf die Tanzfläche.
Musikalische
Olympiade
Der Freitag stand ganz im Zeichen des Weinfests: Die Lungauer und das Untersberg Quintett begleiteten den Abend musikalisch, während das Kettenkarussell und die Weißbierinseln für ausgelassene Stimmung sorgten. Beim Jugendkapellentreffen am Samstagvormittag zeigten junge Musiker aus dem Bezirk ihr Können. Eine musikalische Olympiade mit Spielen wie „Skifahren auf Holzbrettern“ und „Wiangsogschneiden“ ergänzten das musikalische Programm mit viel Spaß und Teamgeist.
Am Samstagabend wurde dann das Vereinsjubiläum gebührend gefeiert: Die Jugendblaskapelle eröffnete den Abend, gefolgt von einem Bühnenstück von Karl Jobst. Besonders bewegend war die Ehrung langjähriger Mitglieder – zehn Musiker erhielten die goldene Auszeichnung für 50 Jahre aktives Musizieren. Mit der Altmusikanten-Kapelle kehrten viele ehemalige Mitglieder auf die Bühne zurück und zeigten, was sie immer noch draufhaben. Höhepunkt war die feierliche Stabübergabe von Thomas Lindlacher an Lothar Beyschlag. Lindlacher erhielt einen Liegestuhl samt eingebauten Notenständer und wird von nun an wieder mit seinem Bariton in der Blaskapelle mitspielen.
Am Sonntag folgte der krönende Abschluss des ersten Festwochenendes: das 55. Bezirksmusikfest des MON Chiem-/Rupertigau mit rund 50 Kapellen. Mit einem feierlichen Kirchenzug ging es zum Feldgottesdienst auf die Kasparschmid-Wiese im Ortszentrum. Nach dem Gottesdienst beeindruckte das Gemeinschaftsspiel der Kapellen die Besucher, ehe der Festzug Richtung Festzelt startete. Hunderte Zuschauer beobachteten das Spektakel am Straßenrand. Musikalisch umrahmt wurde der Festsonntag von den Gastkapellen aus Schleching, Völlan, Seuzach und Kuchl sowie der Blaskapelle Übersee-Feldwies. Das Onkel-Bazi-Orchester sorgte abends in der Bar für den Ausklang.
Am Mittwoch wurde es kabarettistisch: Gerhard Polt und die Wellbrüder füllten das Zelt bis auf den letzten Platz mit rund 1800 Besuchern. Das Programm der Kabarettisten, mit einigen Verbindungen zur Lokalpolitik, sorgte für viele Lacher und Schmunzler. In der Bar sorgte anschließend das Reblaus Trio für die passende musikalische Verlängerung.
Am Konzertabend bot die Blasmusik der Münchner Philharmoniker unter der Leitung von Albert Osterhammer ein beeindruckendes Repertoire, das die Besucher zum Staunen brachte. Charmant moderiert wurde der Abend von Traudi Siferlinger.
Der Samstag war dem großen Blechmusitag gewidmet – mit zwei Bühnen und vier Spitzenkapellen: Drietomanka, Berthold Schick und seine Allgäu6, Dunajská Kapela sowie die Kapelle Josef Menzl, bei der Menzl kurzerhand mit einem waghalsigen Stagedive ins Publikum sprang. In der Bar machten später die Querdreiba nochmal ordentlich Stimmung.
Am Sonntag stand die Familie im Mittelpunkt: Ein buntes Rahmenprogramm mit Hüpfburg, Karussell, Losstand und Fahrzeugweihe lockte Groß und Klein aufs Gelände. Höhepunkt war die Swietelsky internationale alpenländische Meisterschaft im Steinheben – ein sportliches Spektakel, das das Publikum ins Staunen versetzte. Nachwuchsgruppen des Vereins, von der Bläserklasse bis zu den Uhus, zeigten am Nachmittag ihr Können. Am Abend wurde beim Karaokeabend kräftig mitgesungen.
Am Montag klang das Musikfest mit dem traditionellen Kesselfleischessen und musikalischer Begleitung durch die Blaskapelle Übersee aus. Dabei wurden auch einige Möbelschmuckstücke aus dem liebevoll gestalteten Bar- und Cafézelt versteigert. Heiß umkämpft und nach einigen Bieterduellen konnten sich viele ein Stück Bierzelt mit nach Hause nehmen. Mit dem letzten Musikstück „Amazing Grace“ endete das Programm der Blaskapelle, ehe es in der Bar noch ein letztes Mal hieß: Karaoke für alle.
Positives
Fazit
Erleichtert blickt der Festleiter Markus Genghammer auf das abgeschlossene Fest zurück und zieht eine positive Bilanz: „Das Musikfest Übersee 2025 war ein voller Erfolg.“ Es habe ein großartiges Programm, großen Zusammenhalt und vor allem einen enormen ehrenamtlichen Einsatz gegeben. Besonders die detailreiche Dekoration und die liebevolle Gestaltung der Zelte zeugten vom Herzblut und dem unermüdlichen Einsatz aller Beteiligten.