Staudach-Egerndach – Was war das für ein großartiges Fest! Ein gelungenes Festival für Junge und Junggebliebene mit einem besonderen karibischen Flair – und dann noch bei diesem traumhaften Sommerwetter. Man hätte es sich nicht besser wünschen können.
Zehn Bands sorgen
für Begeisterung
In vielen ehrenamtlichen Stunden war das Festgelände in Staudach-Egerndach präpariert und für ein Festival mit Strandfeeling vorbereitet worden. Bei den Organisatoren, den Vereinsfreunden der Jugendbewegung Staudach-Egerndach, herrschte dann pure Erleichterung, als sich pünktlich zum Fest die Sonne einstellte. Etliche Lkw-Ladungen Sand wurden aufgeschüttet, der Vereinsstadel in eine Strandbar verwandelt, Bierinseln aufgebaut und Couchecken vorbereitet. Liegestühle rundeten das Ambiente ab. Die Verkaufshütten waren so dekoriert, dass diese durchaus am Waikiki-Strand in Hawaii zum Cocktail einladen könnten. So konnte in der kleinen Gemeinde das Trachtenhemd gegen das Hawaiihemd getauscht werden. Dies gehört, wie auch die Blumenkette, beim Waikiki-Festival, das heuer sein 20-jähriges Jubiläum feierte, einfach zum guten Ton.
Die guten Töne trafen auch die zehn Bands und Sänger, die an beiden Festival-Tagen für perfekte Stimmung sorgten. Nach dem Warm-up mit DJs war es am Freitag die Band „Men of the Yeah“, die die Partygäste in Stimmung brachte und ein begeistertes Publikum an Damion Lee übergab. Ihm gelang es, nicht nur die Erwachsenen zum Mittanzen zu bewegen, sondern auch die Kinder, die sogar auf die Bühne durften und begeistert mitmachten.
Bastian Starflinger von der Jugendbewegung und Mitbegründer des Waikiki-Festivals kündigte die Interpreten an und informierte die Besucher, dass es dieses Festival bereits seit 20 Jahren gebe. Was einst als kleines Fest für nur einen Tag startete, ist zu einem beliebten zweitägigen Festival geworden, das nicht nur Liebhaber bayrischer Mundart-Bands aus der Region nach Staudach-Egerndach lockt.
Es folgten die Jungs von „Polarkreis“ in ihren bunten Anzügen und zu später Stunde heizte „DisM“ ordentlich ein.
Zum Auftakt am Samstag durfte der musikalische Nachwuchs der Gemeinde sein Können unter Beweis stellen – zu einem zünftigen Weißwurstfrühstück gab es Märsche und Polka, aber auch Stubnmusi. Seit Bestehen der Blaskapelle Staudach-Egerndach ist auch deren Auftritt ein Muss beim Waikiki. Pünktlich zum Nachmittagskaffee ging es dann wieder mit Tanzmusik weiter. Die zwei Wasserburger „Briada“ brachten mit boarischem Pop Stimmung aufs Gelände. Sie gaben ab an „Mc Bruddaal“, an „Raggabund“ und „Luegstoa C“ ab, bis zu späterer Stunde „DeSchoWieda“ und zu guter Letzt die „Glueboys“ die Bühne eroberten.
Einnahmen zugunsten
der Jugendarbeit
Die Dorfgemeinschaft half wieder zusammen und so wurden die Stände mit Essen und Getränken allesamt von den Vereinen betrieben. Das Schönste am Fest kommt jedoch zum Schluss, denn dann werden alle Einnahmen wieder an die Vereine für die Jugendarbeit weitergeleitet.
Zum Jubiläum gab es zudem eine große Tombola mit sagenhaften Preisen, darunter ein Cabrio: ein kleiner Flitzer, zwar mit Baujahr 2004 schon ein bisschen in die Jahre gekommen, dafür aber zum Zeitpunkt des ersten Waikiki-Festivals ein Neuwagen – und damit durchaus ein würdiger erster Preis.