Staudach-Egerndach – Die Abkochverfügung in Staudach-Egerndach ist wieder aufgehoben. Das Wasser wird derzeit gechlort, kann aber als Trinkwasser verwendet werden. Das teilte die Gemeinde am Wochenende mit.
Seit Donnerstag, 17. Juli, wird demnach das Trinkwasser in Staudach-Egerndach gechlort. Das Wasserwerk Marquartstein testet die Chlorung im Gemeindegebiet laufend. In Absprache mit dem Landratsamt Traunstein kann die Trinkwasserverfügung damit wieder aufgehoben werden.
Nachdem am 16. Juli am Hochbehälter Hochkehr die Grenzwerte für Enterokokken-Bakterien überschritten wurden, erfolgte unverzüglich eine Abkochverfügung. Die Bürger wurden durch Postwurf, verteilt von der Feuerwehr und dem gemeindlichen Bauhof, über diese Verfügung und die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen informiert.
Bereits am Donnerstag wurde die Chloranlage in Betrieb genommen. Die Abkochverfügung konnte aber erst jetzt aufgehoben werden, nachdem sicher festgestellt wurde, dass die entsprechende Chlorkonzentration gegeben ist. Ein leichter Chlorgeruch des Wassers sei normal, wie die Gemeinde mitteilt – das Wasser könne nun aber ohne Bedenken als Trinkwasser verwendet werden.
Wie lange das Trinkwasser im Gemeindegebiet gechlort werden muss, ist noch nicht abzuschätzen. Die Gemeinde arbeite eng mit dem Gesundheitsamt Traunstein zusammen, um die Zeit der Chlorung so kurz wie möglich zuhalten, so Bürgermeisterin Martina Gaukler. Auf ihrer Homepage informiere die Gemeinde über laufende Maßnahmen. „Als Bürgermeisterin empfinde ich Dankbarkeit, Verantwortung in unserer Gemeinschaft übernehmen zu dürfen. In Krisenzeiten erkennt man echte Verlässlichkeit, echtes Engagement und echte Zusammenarbeit“, so die Bürgermeisterin. Sie bedankte sich bei den Mitarbeitern des Wasserwerks Marquartstein, des Bauhofs Staudach-Egerndach und des Bauhofs Marquartstein sowie der Verwaltung in Marquartstein.
Einen besonderen Dank richtete Gaukler auch an die Firma Adelholzner Alpenquelle, die kostenlos Trinkwasser für kommunale Objekte, wie Schule und Kindergarten, geliefert hatte.
Sie sei froh, dass die Bürger die Abkochverfügung so unaufgeregt aufgenommen hätten, so Gaukler. Nach dem Grund für die Verunreinigung des Wassers wird noch gesucht. Tamara Eder