Dauerausstellung im Kronast-Haus Prien zeigt Werke von Kauffmann, Wopfner und Balwé

von Redaktion

Ab Freitag präsentiert das Kronast-Haus in Prien wieder die Sammlung Abé mit Gemälden bedeutender Chiemseemaler

Prien Nach der erfolgreichen Sonderausstellung zu Anton Burger und Hugo Kauffmann zeigt das Kronast-Haus ab Freitag, 1. August, wieder die umfangreiche Dauerausstellung der Sammlung Abé. Werke des Genrerealisten Hugo Kauffmann sowie stimmungsvolle Bilder bedeutender Chiemseemaler – wie Joseph Wopfner, Arnold Balwé und Rudolf Sieck – lassen die Betrachter in vergangene Zeiten eintauchen.

Die Räume bieten den idealen Rahmen für die Kabinettformate Hugo Kauffmanns. Seine Werke feiern mit Detailfreude und feinem Humor das bayerische Wirtshausleben – das Kleine, Alltägliche wird zur Kunst erhoben. Kauffmann lebte, was er malte: Als Sommerfrischler am Chiemsee fand er in der heimischen Wirtshaustradition nicht nur Motive, sondern auch Inspiration und Lebensfreude. Seine Szenen erzählen mit feinem Witz vom Menschlichen und lassen uns bis heute schmunzeln.

Neben Kauffmann ist Joseph Wopfner (1843-1927) zu entdecken, der 1872 erstmals an den Chiemsee kam und über ein halbes Jahrhundert auf der Fraueninsel arbeitete. Als Genre- und Freilichtmaler verlieh er der Chiemsee-Landschaft neue Ausdruckskraft – kein reines Abbild, sondern atmosphärisch dichte Impressionen. Seine Werke machen sichtbar, was sonst nur zu spüren ist: die Ruhe, die Weite des Lebens am See.

Arnold Balwé (1898-1983), der talentierte Schüler von Professor Karl Caspar, bringt eine spätere, farbintensive Bildsprache in die Ausstellung. In Südafrika aufgewachsen, fand er im Chiemgau seine künstlerische Heimat. Seine Gemälde – etwa blühende Gärten und ländliche Szenen – zeugen von tiefer Verbundenheit mit der Region und ihren Menschen. Die Sammlung Abé bildet den Grundstein dieser Ausstellung und steht zugleich für eine leidenschaftliche Hinwendung zur Kunst. Sie macht das Kronast-Haus zu einem Ort, der nicht nur bewahrt, sondern erlebbar macht, was Kunst vermag: zu verbinden, zu erzählen und das Vergangene im Heute lebendig werden zu lassen.

Die Ausstellung hat freitags und samstags von jeweils 17 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos unter galerie-prien.de sowie telefonisch unter Telefon 08051/690517.

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