Siegsdorf/Hammer – Mit dem Tag der Betriebe startete die Festwoche der Freiwilligen Feuerwehr Hammer zum 130-jährigen Bestehen. Das Festzelt war voll gefüllt mit vielen Besuchern aus der Umgebung und die Ortsvereine machten den Hammerern ihre Aufwartung und Siegsdorfs Bürgermeister Thomas Kamm zapfte das erste Fass Wieninger in gewohnt souveräner Weise an. Die Band „Tombastik“ sorgte für ausgelassene Stimmung und die Verantwortlichen der Hammerer Wehr zeigten sich voll zufrieden mit dem Auftakt.
Gute Laune
beim Festleiter
Zu Beginn der Feierlichkeiten marschierten die Dorfvereine, angeführt von der Blaskapelle Neukirchen, in einem Festzug zum Kriegerdenkmal an der Rupertuskirche, um den Verstorbenen zu gedenken. Christoph Schick sprach den kirchlichen Segen und lobte das Engagement der Feuerwehrler auch schon in früheren Jahren nach der Gründung, die durch ihren Einsatz viel zu einem funktionierenden Dorfleben und Gemeinwohl beigetragen haben. Die Gründungsmitglieder erkannten bereits, dass Zusammenhalt, gegenseitiger Respekt und Hilfsbereitschaft unerlässlich sind, um die Herausforderungen innerhalb einer Dorfgemeinschaft erfolgreich zu bewältigen. „Dieser gute Geist ist nicht zuletzt durch die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in unserem Dorf spürbar“, betonte Schick. Feuerwehrvorsitzender Erwin Kurz erinnerte daran, auch zurückzudenken und denen zu danken, die das alles in die Wege geleitet haben. „Wir wollen heute nicht nur feiern, sondern uns mit großem Dank daran erinnern, unter welchen Bedingungen damals alles angefangen hat“, so der Vorsitzende. Zum Dank und Anerkennung legte er einen Kranz nieder und die Neukirchner Blasmusik spielte den ‚Guten Kamerad‘ begleitet von den Wolfsberger Böllerschützen.
Wieder zurück im Festzelt begrüßte Festleiter Sepp Steinbacher allen voran Siegsdorfs Bürgermeister und Schirmherrn Thomas Kamm, den Patenverein aus Vogling, Inzells Bürgermeister Michael Lorenz und die vielen Besucher unter anderem der Feuerwehr aus Portugal, denen die Hammerer Wehr in diesem Jahr einen Besuch abstattete. Steinbacher ging auf die Entstehung des 130-Jährigen ein, denn eigentlich wollte man ja das 125-jährige Bestehen feiern, doch Corona machte der ganzen Sache zweimal (2020 und 2021) einen Strich durch die Rechnung. Der Festleiter betonte ausdrücklich den Zusammenhalt im Dorf, der beim sechstägigen Aufbau des Zeltplatzes besonders zur Geltung kam. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen und es ist eine Freude zu sehen, wie alle an einem Strang ziehen“, stellte Sepp Steinbacher heraus.
Schirmherr Thomas Kamm lobte den Zusammenhalt der Hammerer Wehr und brachte die Grüße der Gemeinde Siegsdorf nach Hammer. „Es ist schön, so viele zufriedene Gesichter in einem vollen Bierzeit zu sehen. Lasst uns gemeinsam feiern nicht nur heute, sondern bis Montag“. Mit eineinhalb Schlägen zapfte er das erste Fass Wieninger an und sogleich wurden die erste Maß von Stefan und Christian Wieninger ausgeschenkt und von Vorsitzenden Erwin Kurz und Festleiter Sepp Steinbacher verteilt. Die Band „Tombastik“ ließ sich mit einem rhythmischen Eröffnungsstück nicht zweimal bitten.
Zu einem Jubiläumsfest gehören standardmäßig auch einige Geschenke und die überbrachten die Nachbarfeuerwehren der Gemeinde Siegsdorf. Toni Gehmacher, der Vorsitzende der Patenfeuerwehr Vogling überreichte im Beisein von Johann Mörtl (FFW Siegsdorf) und Thomas Geisreiter, dem Vorsitzenden der Musikkapelle Vogling Siegsdorf ein Geschenk an den Hammerer Feuerwehrvorstand Kurz und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit, die auch weiterhin so bestehen bleiben soll.
Bis Mitternacht wurde ausgiebig gefeiert und die Festtage in Hammer gebührend eröffnet. Am Freitag ging es weiter mit einer Zeltparty und den „Stoapfälzer Spitzbuam“ und vor allem die mit Liebe und Ideenreichtum konzipierte Bar hatte es nicht nur den jungen Besuchern angetan. Einfach sehenswert, was sich die Hammerer Feuerwehrler haben einfallen lassen.
Geschenke
der Nachbarwehren
Am Samstag stand noch der stimmungsvolle Oberkrainer Abend auf dem Programm mit der Band „Oberkrainer Power“, ehe am Sonntag der Festzug nach dem Gottesdienst im Hammerer Kurpark anstand.
Anschließend war die Musikkapelle Neukirchen für die Unterhaltung der Besucher im Festzelt verantwortlich, bevor die Weißbier Musi den Tag ausklingen lassen sollte. Der Abschluss der Festtage wird heute ab 19 Uhr das Stichfleischessen sein, zu dem die „Viaschupf Musi“ ihre Töne erklingen lassen wird.