„Familie oder Hund, was ist wichtiger?“

von Redaktion

Beschwerden wegen Wuffi-Badeplatz in Bernau-Felden

Bernau Mehrheitlich sprach sich der Bernauer Gemeinderat dafür aus, dass der Hundebadeplatz weiterhin auf der Liegewiese vor dem Badehaus Felden ausgewiesen bleibt. Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU) hatte im Vorausgang erklärt, dass auf der ausgewiesenen Fläche reger Badetrieb herrscht und dass auch die benachbarte Surfschule massiv gestört wird. Mehrfach seien Anfragen im Rathaus eingegangen, ob man den Hundebadestrand nicht weiter nach Osten, also rechts der Wasserwachthütte, verlegen könne.

Störung durch

Stöckchenwerfer

Auch habe es zahlreiche Beschwerden von badenden Gästen gegeben, die sich von Stöckchenwerfern gestört fühlen und „die die ganze Wiese vereinnahmen.“ Sie fügte hinzu, dass aus Sicht der Verwaltung der Bootsverkehr des angrenzenden Segelhafens durch die Verlagerung nicht beeinträchtigt werde. Matthias Vieweger (CSU) hakte bezüglich Hundebadeplatz nach. Andere Gemeinden bieten so etwas nicht an, erklärte die Rathauschefin. Auch sei der Hundebadeplatz nicht offiziell eingetragen. Franz Schnaiter (CSU) meinte, dass man den Platz an der Badewiese belassen sollte: „Wir sind ein Tourismus-Ort.“ Stefan Saur (WMF) wandte ein, dass es zu wenig Stellen gebe, wo Hunde im See baden könnten. Ulla Zeitlmann (Grüne) hingegen erklärte, dass es „an der Stelle eh schon eng“ sei und „wenn dann noch die Hunde rumsausen…“ Sie fragte: „Was ist wichtiger, Familie oder Hund? Dann lieber Familie.“

Matthias Vieweger hakte weiter nach: Was für konkrete Beschwerden gibt es? Franz Schnaiter (CSU) wollte wissen, wie viele Beschwerden es gebe. Bürgermeisterin Biebl-Daiber erklärte, dass pro Monat mindestens zwei Beschwerden im Rathaus eingingen. Es seien Beschwerden über stöckchenwerfende Hundebesitzer, deren Hunde quer über die Wiese – also auch über Handtücher und/oder Badegäste liefen und Beschwerden über freilaufende Hunde.

Kein neuer
Hundebadeplatz

Der abschließende Beschlussvorschlag, den Hundebadeplatz zu verlagern, fand keine mehrheitliche Zustimmung im Gremium. Mit 6:10 wurde der Vorschlag abgelehnt. Die Bürgermeisterin appellierte abschließend an alle Badegäste, aufeinander Rücksicht zu nehmen.

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