Übersee – Ein abwechslungsreiches, gelungenes Programm wurde beim Gauheimatabend des Chiemgau Alpenverbands anlässlich des 87. Gautrachtenfestes im großen Festzelt geboten. Der Gastgeber, der Trachtenverein Feldwies, präsentierte sich von seiner besten Seite mit einer sehr starken Kinder- und Jugendgruppe. Mit dem Sterntanz, dem Festtanz der Feldwieser Aktiven, wurde der krönende Schlussakkord des Abends gespielt.
Dass die Feldwieser Trachtler eine eingeschworene Gemeinschaft sind, ist weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Dass die Vereinsmitglieder an einem Strang ziehen können und ein Gautrachtenfest auf die Beine stellen können, zeigten sie nicht nur am Gauheimatabend. Doch an diesem Abend trotzten sie alle dem Wetter, ließen es draußen wie aus Eimern schütten und feierten dennoch ein überragendes Fest im geschützten Zelt. Mit viel Liebe zum Detail wurde das Zelt geschmückt und für die vielen Gäste bestens präpariert. Da war es ein Leichtes für Leonhard Meixner, Volksmusikpfleger und Gauvolksmusikwart, die Stimmung im Zelt oben zu halten.
Geschichte
in Versform
Die Vorsitzende des Feldwieser Trachtenvereins, Marianne Jauernik, hieß die Gäste aus Nah und Fern sowie Pfarrer Konrad Roider und Schirmherr und Bürgermeister von Übersee-Feldwies, Herbert Strauch, willkommen. Gleichwohl begrüßte sie Gauvorsitzenden Thomas Hiendl und die Vertreter der anderen Trachtenvereine sowie die Festmusik, die Blaskapelle Übersee-Feldwies mit Dirigent Lothar Beyschlag und den Ehrenvorsitzenden Schorsch Schobersteiner, um nur einige zu nennen.
In Versform und als Stanzl gesungen, erinnerte Leonhard Meixner an die Geschichte des Feldwieser Trachtenvereins, die 1906 ihren Anfang nahm und 1948 im Chiemgau Alpenverband weitergeführt wurde. Er wusste, dass der Verein über 400 Mitglieder hat und eine rund 50-köpfige Kinder- und Jugendgruppe betreut. Er besang die „Zwifi“, das Wahrzeichen der Trachtler, und den Feldwieser Chiemseestrand. Auch über die Qualitäten des Bürgermeisters beim Fassl-Anzapfen wusste er Bescheid und sang über den Bordstein, den der Gauvorsitzende Hiendl beim Heimradeln vom Bezirksmusikfest wohl übersehen hatte. Die „Feldwieser Goaßlschnalzer“ seien übrigens die „freundlichsten, denn sie bringen ihre eigenen Fußabstreifer mit“. Besondere Freude bereitete Meixner die Vorstellung der Musikgruppen, die den Abend abwechselnd gestalteten. Als Festmusik spielte die Blaskapelle Übersee-Feldwies und unterstützte so auch die Auftritte der Tanzgruppen. Mit feinem Gesang unterhielt der „Chiemseewinkl Dreigesang“ mit Lisi Huber, Gitti Edtmayer und Sepp Messerer. Die „Frasdorfer Tanzlmusi“ begeisterte mit wunderbaren Klängen. Meixner wusste, dass es diese Gruppe bereits seit über 50 Jahren gibt und Franz Osterhammer wie Sepp Fischer auch mit 86 Jahren immer noch mitspielen. Noch sehr jung und erst vor wenigen Monaten mit dem Wasserburger Löwen ausgezeichnet, spielte sich das „Heiraffe Harfenduo“ mit Katharina Thaurer und Johanna Stein in die Herzen der Festzeltgäste. Viel Platz auf der Bühne benötigten die Feldwieser Alphornbläser, die mit großem Beifall belohnt wurden.
Schirmherr und Bürgermeister Herbert Strauch begrüßte Gäste und Festverein, die politische Prominenz sowie die Altbürgermeister Peter Stöger und Franz Gnadl. Unzählige Stunden der Vorbereitung investierten die Vereinsmitglieder in ihr Fest und er dankte allen, die mitgeholfen haben. Wenn er die Kinder beim Auftanz sehe, dann mache dies stolz. „Ich bin stolz auf den Trachtenverein, auf die Heimat und den Zusammenhalt in der Gemeinde“, lobte der Bürgermeister. „Was wäre ein Dorf ohne Trachtenverein?“
Gaugruppe
zeigt ihr Können
Nur die besten Plattler und Tänzerinnen werden für die Gaugruppe ausgewählt und die Auftritte dieser Gaugruppe sind immer etwas Besonderes. Die unterschiedlichen Trachten zeigen, dass die jungen Leute aus verschiedenen Trachtenvereinen stammen und stehen dennoch wie eine Einheit auf der Bühne, zeigen perfekte Tänze und begeistern mit ihrem Können. Mit viel Applaus wurden die Gaugruppe wie auch die Gaujugendgruppe belohnt. Zum großen Finale traten die Aktiven des Festvereins auf und zeigten den Sterntanz mit einem Tanz um die riesige Zwifi.