„Die Welt ein Stück besser gestalten“

von Redaktion

An der Marquartsteiner Achental-Realschule bestehen alle 74 Schüler ihren Abschluss

Marquartstein – Für die 74 Schüler der Achental Realschule war der Tag ihrer Abschlussfeier ein ganz besonderer. Neben Glückwünschen zum bestandenen Abschluss, den guten Wünschen für den bevorstehenden Schritt in die Berufsausbildung oder zu einer weiterführenden Schule haben sie, als Generation Z, auch die Aufforderung und Mahnung bekommen, „die Erde – auch für die kommende Generation – möglichst belebbar zu hinterlassen“ (Zitat Schulleiter Christian Thoma). Der Auftakt zur Abschlussfeier begann in der Kirche mit den beiden Diakonen Johannes Notter (katholisch) und Michael Soergel (evangelisch). Sie gaben den Glaubensimpuls „Ihr seid das Salz der Erde“. Michael Soergel erzählte dazu eine Geschichte aus der Bibel mit der Aussage, dass das Salz als ein greifbares Symbol gemeint ist, einen positiven, bewahrenden und geschmackvollen Einfluss auf die Welt auszuüben. Dabei darauf zu achten, dass es bei den eigenen Entscheidungen auch den Mitgeschöpfen gut geht, er gab den Absolventen die Aufgabe, „die Welt ein Stück besser zu machen“.

In der festlich hergerichteten Aula der Schule wurden die Schüler der 10. Klassen und ihre Angehörigen zünftig empfangen von der Schulmusi „Young Stars“ mit Blasinstrumenten und Schlagzeug. Auch die folgenden vielfältigen musikalischen Einlagen bereicherten die Abschlussfeier, koordiniert von Silke Schwinghammer. Durch das Programm führten Konrektorin Christine Branz und ihr Stellvertreter Sascha Rogowsky.

Schülersprecher Daniel Stolz hielt eine sehr launige Rede, die für viel Gelächter im Publikum sorgte. Er gab zu, sich auf die Rede so vorbereitet zu haben wie auf die Prüfungen („nämlich gestern“). Er hat auch ChatGPT um Hilfe gefragt und ist dann lieber bei Chat Daniel geblieben. Er erinnerte sich an die Schuljahre auf der Realschule als Jahre voller Lernen, Zweifel und Tränen („hauptsächlich bei den Eltern“), alle Mitschüler verband ein Ziel – den Abschluss zu schaffen. Aber jetzt geht die Zukunft los und wir müssen ran, was nehmen wir mit aus den Schuljahren? Daniel fand, es sind Erinnerungen an die vielen schönen gemeinsamen Erlebnisse bei den Skitagen, der Abschlussfahrt, Ausflügen und Freundschaften. Dafür bedankte er sich im Namen aller Schüler bei den Klassenlehrern, dass sie immer gute Nerven gehabt haben, dass sie motiviert haben, und bei allen Lehrern, dass sie die Schüler ertragen haben.

Nach einem weiteren Musikstück am Klavier und mit der Querflöte (Luna Würth, Magdalena Ritter) wandte sich Schulleiter Christian Thoma an die vielen Besucher der Abschlussfeier. Er orientierte sich zunächst an einem Foto der Voyager-Sonden auf dem Weg ins äußere Sonnensystem, ein Foto von der Erde als „blue pale dot“ (blauer blasser Punkt), nicht größer als ein Pixel – ein Staubkörnchen, das im Sonnenlicht tanzt.

Nach einer Aufzählung der vielen endlosen Grausamkeiten und des Hasses auf der Welt, fragte er sich, was sagt uns dieses Foto? Es rüttelt wach, wir sind alle auf diesem kleinen blauen Punkt, der bescheiden durchs Weltall schwebt, als Schicksalsgemeinschaft miteinander verbunden.

Es folgte die Aufforderung an die Schüler, die Hoffnung nicht aufzugeben, jeder hat die Fähigkeit, einen positiven Einfluss auszuüben, jeder kann seine Begabungen nutzen, um die Welt ein Stück besser zu gestalten, „das will ich euch mitgeben – als eure Aufgabe“.

Schulleiter Christian Thoma freute sich, dass es einer der wenigen Jahrgänge ist, bei dem alle 74 Schüler die Prüfungen bestanden haben. Neun Schüler mit einer „1“ vor dem Komma und vier Schülerinnen mit einem Schnitt bis „1,5“. Sie werden auch noch vom Landrat in der nächsten Woche geehrt.wun

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