Trostkoffer bietet Hilfe bei Trauerfällen

von Redaktion

500-Euro-Spende des Vereins „Vergissmeinnicht Chiemgau“ ermöglicht neue Bücher und Trauerengel

Traunstein – Dank einer 500-Euro-Spende von „Vergissmeinnicht Chiemgau“ konnte die Stadtbücherei Traunstein neue Bücher für den Trostkoffer anschaffen. Der Koffer unterstützt Traunsteiner Familien, die mit Trauer oder schwerer Krankheit konfrontiert sind. Die Idee stammt von Steffi Witte und Martin Kienast und wurde in Bischofswiesen mit einem Bonifatius-Preis ausgezeichnet.

Der Koffer, der auch an anderen Orten verfügbar ist, enthält den Trauerengel „Charli“, der in der Familie bleibt, sowie Bücher und praktische Elemente zur Trauerbewältigung. Anregungen für Eltern helfen, Kindern beim Umgang mit Verlust zu unterstützen. Der Koffer enthält auch Hinweise auf Beratungsangebote.

Um den Bestand zu erweitern, trafen sich die Initiatoren mit Birgit Sailer von „Vergissmeinnicht“. Damit auch künftig genügend Trostengel zur Verfügung stehen, findet am Samstag, 13. September, von 14 bis 18 Uhr im Pfarrsaal Heilig Kreuz ein weiteres Traunsteiner Nähcafé statt. Wer nähen kann, darf gerne eine eigene Nähmaschine mitbringen. Stoffe und Materialien sind vorhanden. Aber auch wer nicht näht, kann mithelfen – zum Beispiel beim Ausstopfen, Haareeinziehen oder Gesichtsticken. „Hier kann jeder seinen Beitrag leisten für Familien in Trauersituationen“, sagt Anette Hagenau.

Fragen beantwortet Anette Hagenau über die Stadtbücherei Traunstein (Telefon 0861/164480 oder per E-Mail an info@stadtbuecherei-traunstein.de). Eine Anmeldung hilft bei der Planung. Weitere Informationen gibt es auch unter www.trostkoffer.de.

Der Trostkoffer kann über die Stadtbücherei ausgeliehen werden. Oft bringen Nachbarinnen, Freunde oder Bekannte ihn persönlich vorbei – ein Zeichen der Anteilnahme, das guttut. „Solche Besuche geben Trost“, weiß Notfallseelsorger Philip Moser, der den Trostkoffer über seine Arbeit in der Krisenintervention und im schulpastoralen Zentrum bekannt macht.

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