Bürger fordern Schutzmaßnahmen

von Redaktion

Hochwasserrisiko am Alpbach minimieren – Wasserwirtschaftsamt entscheidet

Schleching Das Hochwasserrisiko beim Alpbach war Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Bürger hatten einen Antrag für die Entwicklung eines Anpassungsplanes gestellt, der dem zunehmenden Hochwasserrisiko durch den Alpbach Rechnung trägt. Weiter soll aus der Sicht der Bürger die sanierungsbedürftige Brücke über den Alpbach hochwassersicher erneuert werden und die Gemeinde der Gefährdung durch Oberflächenwasser im Gemeindegebiet durch konkrete Maßnahmen entgegenwirken, führte Geschäftsleiter Martin Plenk aus.

Schleching kann wenig bewirken

Martin Plenk klärte dazu auf, dass dem Ansinnen der Bürger nur begrenzt nachgekommen werden kann, da die Forderungen außerhalb der Zuständigkeit der Gemeinde liegen. Für den Gewässerunterhalt des Alpbachs ist das Wasserwirtschaftsamt Traunstein zuständig, die wiederum sehr viele Gebirgsbäche mit einer deutlich höher gelagerten Priorität bearbeiten müssen. Im Juli fand hierzu ein Gespräch mit der zuständigen Stelle aus dem Amt im Rathaus statt, wobei die Zuständigkeiten bestätigt wurden. Ungeachtet dieser Tatsachen hat eine Instandhaltungsmaßnahme am Alpbach stattgefunden, mit dem Ziel einer nachhaltigen Sicherung der Gewerke. Ein grundlegender Ausbau ist auf absehbare Zeit nicht vorgesehen.

Ein Vollausbau hin zum absoluten Hochwasserschutz ist mangels zur Verfügung stehender Flächen und der massiven finanziellen Auswirkungen für das Wasserwirtschaftsamt und die Gemeinde nicht möglich. Plenk führte weiter aus, dass auch der Ausbau der Brücke einen enormen Kraftakt darstellen würde. Hier müsste mit mehrjährigen Planungsphasen gerechnet werden. Der Geschäftsleiter bestätigte, dass Schleching in regelmäßigen Abständen von sehr viel Oberflächenwasser betroffen sei, aber eine Gefährdung über das normale Maß hinaus aus der Vergangenheit nicht bekannt wäre. Extreme Unwetter bringen enorme Wassermassen mit einer entsprechenden Wirkung und natürlich sei es die Intention der Gemeinde, einer möglichen Gefährdung durch präventive Maßnahmen entgegenzuwirken. Hierzu liefen bereits verschiedene Überlegungen. Die Beseitigung von Schwachstellen könne durch den Bauhof oder Fachunternehmen erfolgen.

In der nachfolgenden Diskussion unterbreitete Andi Hell (UBS) den Vorschlag, den am Bach entlanglaufenden Weg, der jetzt verfallen ist, wieder herzurichten und in die Funktion eines Schutzdammes zu bringen, hierzu sollte die Verwaltung Rücksprache mit dem Forst nehmen. Bürgermeister Josef Loferer (CSU) wies darauf hin, dass hier definitiv nur das Wasserwirtschaftsamt (WWA) entscheiden dürfe. Daraufhin stellte Andi Hell den Antrag, dass das WWA seinen Vorschlag prüft, ob das eine praktikable Lösung wäre. Dem Antrag wurde einstimmig zugestimmt.

Der Bürgermeister wies weiter darauf hin, dass auch wasserrechtlich geprüft werden müsse, ob bei eventuellen Einzelmaßnahmen keine negativen Auswirkungen auf Dritte entstehen. Außerdem sah er eine Gefahr für den Bürger, dem eine eventuelle Sicherheit vorgegaukelt wird, die nicht besteht.

Kämmerin Stephanie Oberressl berichtete von der örtlichen Rechnungsprüfung für die Jahresrechnungen 2021 bis 2023. Claus Rathje (UBS) ergänzte als Rechnungsprüfungsausschussvorsitzender. Er lobte die gute Kooperation mit der Kämmerin. Es wurden in dreimal drei Stunden 1100 Vorgänge geprüft und berechtigte Beanstandungen der örtlichen Rechnungsprüfung geklärt und bereinigt. Rathje führte aus, dass die Finanzlage der vergangenen drei Jahre als absolut gesund bezeichnet werden kann. Die Staatsverschuldung der Bürger lag nur bei einem Drittel des Bayerischen Landesdurchschnitts bei vergleichbaren Gemeinden. Die allgemeinen Rücklagen bewegen sich zwischen 2,1 bis 2,7 Millionen Euro. Das sah er als gute Grundlage. Für die Kämmerin Stephanie Oberressl sprach er Respekt für die gute Arbeit und Dank für die gute Zusammenarbeit aus und meinte: „Sie hält das Geld mit strenger Hand zusammen. Einstimmig erteilten die Gemeinderäte für die angeführten Jahre Entlastung für den Bürgermeister.

Spende für den
Berggasthof Streichen

Von einer Spende für die Denkmalschutz-Sanierung des Berggasthofs Streichen berichtete die Kämmerin in einem weiteren Tagesordnungspunkt. Dazu ging im Juni eine Spende über 6000 Euro ein. Die Kämmerin erklärte, dass jährlich 3000 Euro als Zuschüsse für den Denkmalschutz vorgesehen sind. Sie vermutete, dass es bei dieser Spende letztendlich darum ging, mehr Fördermittel über den Denkmalschutzantrag zu generieren, was auf diesem Weg aber nicht möglich ist. Die Kämmerin muss die Spende als durchlaufenden Posten buchen.

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