Marquartstein – Pfarrer Rainer Maier fragte sich in der Erlöser-Kirche, wie wohl in einem Konzert Blockflöten und Orgelspiel zusammenpassen? Es wurde, wie angekündigt, eine abenteuerliche Reise.
Eingeladen zur Geburtstags-Party hatten Claudia Krämer und Amelie Theil mit ihren Flöten und Thomas Maerkl an der Orgel. Die Musikerinnen betitelten die Party mit „Il Flauto Dolce á deux & Thomas Maerkl“. Gewidmet wurde das Konzert Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel zum 340. Geburtstag. Händel und Bach, zwei der bedeutendsten Komponisten des Barock, wurden im selben Jahr geboren (1685) Von beiden Komponisten wurden Solo- und Triosonaten für Blockflöten und Continuo sowie Orgelwerke von Bach den Zuhörern in der gut besuchten evangelisch-lutherischen Kirche zu Gehör gebracht.
Wer nicht ganz so vom Fach war, wunderte sich über die vielen verschiedenen Formen der Instrumente – von ganz klein bis sehr groß. Die verschiedenen Flöten wurden gewechselt wie die Komponisten, erklärende Worte sprach Amelie Theil. Es wurden Stücke, die eigentlich für Violinen komponiert wurden mit den Flöten gespielt. Claudia Krämer wechselte zwischendurch auf die Empore zur Orgel und dort wurden im Duo (Krämer und Maerkl) die Instrumente wunderbar zum Klingen gebracht.
Es gab aber auch musikalische Geschenke für Händel und Bach, zum Beispiel ein Stück von Michel Blavet, der schon in jungen Jahren als bester französischer Flötist gefeiert wurde, eine Gavotte de Mr. Händel, und vom Komponisten Thomas Gabriel (geboren 1958) drei Sätze „Spitzenjahrgang 1685“ Demollations Blues, Happy Händel und Gipfeltreffen. Mit einem weiteren Solostück von Bach auf der Orgel konnten die Zuhörer ein Kirchenlied aus dem Orgelbüchlein BWV 639 „Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ“ genießen.
Zum Schluss waren alle drei Musiker für die Triosonate F-Dur von Händel auf der Empore und die Zuhörer waren so begeistert, dass eine weitere Zugabe mit viel Applaus eingefordert wurde. Mit einem ruhigen Abendlied „Nun ruhet alle Welt“ wurden die Besucher nach einem außergewöhnlichen und interessanten Konzert nach Hause geschickt. wun