„Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Möglichkeiten!“

von Redaktion

Realschulabschluss an der Freien Waldorfschule Chiemgau – Zehn junge Erwachsene verabschiedet

Prien – Zehn junge Erwachsene wurden jetzt an der Freien Waldorfschule im feierlichen Rahmen als Absolventen des Realschulabschlusses verabschiedet. Klassenbetreuerin Dr. Sabine Arndt-Baerend betonte in ihrer Rede, wie wichtig der Abschluss als Ausgangspunkt für den beruflichen Weg sei: „Ihnen stehen alle Wege offen. Manche von Ihnen haben einen Ausbildungsplatz, manche werden die Fachoberschule besuchen, wieder andere reisen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie den für Sie richtigen Weg finden, der für Sie Glück und Zufriedenheit bedeutet.“ Die großen Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft und die politische Weltlage lassen kein Schönreden zu, so Arndt-Baerend. „Doch es macht einen bedeutenden Unterschied, worauf Sie Ihre Aufmerksamkeit lenken. Ich möchte Ihnen heute noch mitgeben, dass Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Möglichkeiten richten, nehmen Sie viele verschiedene Blickwinkel ein und erhalten Sie sich so lange wie möglich Träume und Visionen.“

Die Klassenbetreuerin gratulierte den Absolventen auch für ihr Durchhaltevermögen im Prüfungsjahr, denn sie haben sich nicht nur auf den Realschulabschluss vorbereitet, sondern auch parallel zwei große Aufführungen für den Waldorfabschluss erarbeitet. Es war ein langer Weg, begleitet von Freude, Bereicherung und Erfolg. Ausdrücklich bedankte sich Arndt-Baerend auch bei den Familien und den Lehrerkollegen für die Prüfungsvorbereitung der Schüler.

Der Dank an die Eltern kam postwendend wieder zurück, denn viel – auch moralische Unterstützung – wäre nicht nötig gewesen, da die strukturierte Arbeitsweise in der Vorbereitung viel Sicherheit gegeben habe, so eine Vertreterin der Eltern. Bei fröhlicher Stimmung durfte auch eine augenzwinkernde Anspielung der Absolventen an ihren Lehrer Johannes Stöckl nicht fehlen: Dieser erhielt eine leere Box zurück, die er während der Schulzeit zum Einsammeln der Handys benutzt hatte.

Die Pläne der nun ehemaligen Waldorfschüler sind vielfältig: Jonas Stephan hat einen Ausbildungsplatz zum Bauzeichner und Mino Weigle als Kfz-Mechatroniker. Loana Zollner möchte reisen und Selina Heistracher wird erst einmal arbeiten, um sich finanzielle Reserven zu schaffen, bevor sie eine berufliche Ausbildung beginnen möchte.

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