Das älteste Auto ist Baujahr 1933

von Redaktion

Bulldog- und Oldtimertreffen in Grabenstätt trotzt dem schlechten Wetter

Grabenstätt – Schon viele Bulldog- und Oldtimertreffen haben die Bulldog- und Oldtimerfreunde Grabenstätt 1997 in den vergangenen drei Jahrzehnten ausgerichtet, doch selten hatten sie so ein Pech mit dem Wetter wie heuer.

Trotz des kühlen Schauerwetters zog man die Traditionsveranstaltung am Sportplatzgelände aber entschlossen durch und wurde mit rund 75 Teilnehmern aus nah und fern, vielen interessierten Besuchern und sogar ein paar Sonnenstrahlen belohnt.

In weiser Vorahnung hatte man am Parkplatz vor dem Tennisgelände noch am Vortag das vereinseigene Zelt aufgebaut und zudem viele Schirme aufgespannt. Die Gäste nahmen das Angebot dankend an und ließen sich Kaffee und Kuchen beziehungsweise Würstel und Grillfleischsemmeln im Trockenen schmecken. Frisch gestärkt wurden am Parkplatz neben dem TSV-Fußballplatz und auf einer angrenzenden Wiese diverse Oldtimer inspiziert, die 30 Jahre oder älter waren.

Jeep Willys
der US Army

Zu bestaunen gab es viele „matschwiesenerpobte“ Bulldogs der Marken Eicher, Fendt, Deutz, Schlüter, John Deere und Co. Die ältesten von ihnen stammten aus den 1950/60er-Jahren. Dank der guten Pflege durch ihre Besitzer sah man ihnen das hohe Alter – zumindest als Laie – nicht auf den ersten Blick an. Nebenan waren auch wetterfeste Unimogs zu sehen. Ins Auge stach ein 32 PS starker Unimog 411 mit Baujahr 1961.

Noch deutlich älter war ein Jeep Willys aus dem Jahr 1943. Das robuste Fahrzeug wurde aufgrund einer Ausschreibung der US Army ab 1940 entwickelt. Die US-Streitkräfte suchten damals nämlich während des Zweiten Weltkriegs ein kleines und geländegängiges Allzweckfahrzeug, das relativ billig und in großer Stückzahl hergestellt werden konnte.

Noch einmal zehn Jahre älter und damit ältestes Fahrzeug auf dem Gelände war ein schicker blauer Ford Köln, Baujahr 1933. Die Reihe wurde von 1933 bis 1936 in Köln – daher der Name – gebaut. Der Ford Köln war aber keine eigene Entwicklung, sondern eine als Lizenz gebaute Variante des von Ford England gebauten „Model Y“. „Ich habe das Auto vor rund 40 Jahren gekauft und hergerichtet. Wir machen sehr gerne Städtereisen damit“, erzählte der aus Waging stammende Besitzer, bei dem es in 92 Jahren nur einen Vorbesitzer gab. Auch der „Grisu“, ein Mercedes Benz Baujahr 1972 des gastgebenden Grabenstätter Bulldogvereins, durfte natürlich nicht fehlen. Ebenso vertreten war der 1989 geweihte Magirus LF8, der damals noch der Freiwilligen Feuerwehr Grabenstätt gehörte. Die Vachendorfer Feuerwehr zeigte ihren längst ausrangierten Ford Transit von 1977.

Neben einigen süßen BMW-Oldtimern, einem VW Käfer von 1976, einem GMC Chevrolet Camaro, Baujahr 1977, und einem Ford Mustang, Baujahr 1969, war auch der 52 Jahre alte, fein herausgeputzte Sportwagen Alpine A 110 des Grabenstätter Kfz-Meisters Toni Kierner ein Blickfang. „Ich habe das Auto 1987 gekauft und dann komplett restauriert“, erzählte er.

Zudem verriet Toni Kierner, dass Alpine die Rallye Monte Carlo 1971 und 1973 mit dem A110 gewonnen hatte.

Auch Motorräder
zu bewundern

Vor dem TSV-Sportheim konnten auch Oldtimer-Motorräder von Kawasaki, Honda und anderen Herstellern bestaunt werden. Für die jüngsten Besucher gab es ein Kinderschminken. Mit Spannung erwartet wurde die traditionelle Rundfahrt, der sich in einer Schönwetterphase um 13.30 Uhr besonders viele Bulldogs anschlossen.

Am Kriegerdenkmal segnete Pfarrer Pater Vasile Dior die vorbeifahrenden Teilnehmer, bevor er selbst wieder in ein Feuerwehrfahrzeug stieg und die Rundfahrt genoss.

Der Vorsitzende der Bulldog- und Oldtimerfreunde Grabenstätt, Benjamin Wailand, zog ein positives Fazit und bedankte sich bei allen Teilnehmern, Besuchern und seinem fleißigen Team. Es bleibt die Hoffnung, dass das Wetter bei der nächsten Ausgabe im Jahr 2027 wieder besser mitspielt und noch mehr Fahrzeuge zu bewundern sein werden.

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