Mehr Brunnen für Inzell

von Redaktion

Gemeinderat beschließt neue Stellplatzsatzung und behält Klimaschutz im Blick

Inzell – In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Inzell vor der Sommerpause standen die Satzungsänderung zum Nachweis von Stellplätzen für Kraftfahrzeuge sowie ein Vorschlag von Gastredner Bruno Mayer bezüglich eines Kälteklimas bei Hitzetagen auf der Tagesordnung. Zudem wurde Annette Schneider aus dem Gemeinderat verabschiedet, sie wird bereits von Nicolle Dufter vertreten.

„Du fehlst
mir jetzt schon“

Bürgermeister Michael Lorenz dankte Annette Schneider, die zeitgleich mit ihm in den Gemeinderat gewählt wurde, für ihren Einsatz für die Gemeinde Inzell. Er hob hervor, dass sie stets ihre eigene Meinung vertreten habe und ihr als Fraktionsvorsitzende der CSU wichtig war, dass die passenden Leute nicht nur für den Gemeinderat kandidieren, sondern auch die Belange der Partei im Gemeinderat vertreten.

Petra Maier, die nun den Vorsitz in der Fraktion übernommen hat, bedankte sich für Schneiders Engagement: „Du warst immer sehr gut vorbereitet, Du fehlst mir jetzt schon.“ Im kleinen Kreis habe es bereits eine Abschiedsfeier gegeben.

Annette Schneider erwiderte den Dank: „Es war schön, mit euch zusammen zu arbeiten, und auch wenn man mal nicht einer Meinung war, gewisse atmosphärische Störungen vergehen wieder.“ Sie habe in den vergangenen Jahren viele Erfahrungen gesammelt und viel schätzen gelernt. Abschließend gab sie ihren ehemaligen Kollegen mit auf den Weg: „Haltet zusammen und macht und bewegt das Beste für Inzell.“

Ein weiterer Punkt war die Satzung zur Einführung einer Pflicht zum Nachweis von Stellplätzen für Kraftfahrzeuge. Diese neue Stellplatzsatzung sieht vor, dass ursprünglich Stellplätze wegfallen, um das Bauen zu erleichtern. Die Satzung gilt für die Errichtung, Änderung oder Nutzungsänderung von Anlagen im Gemeindegebiet Inzell.

Die Pflicht zur Herstellung von Kfz-Stellplätzen besteht, wenn Gebäude oder Anlagen entstehen, bei denen Zu- oder Abfahrtsverkehr mit Kraftfahrzeugen zu erwarten ist. Die Ermittlung für die Anzahl der notwendigen Stellplätze erfolgt jeweils nach den Nutzungseinheiten. Bei baulichen Anlagen, die unterschiedliche Nutzungsarten enthalten, wird die Zahl der notwendigen Stellplätze getrennt nach den jeweiligen Nutzungsarten ermittelt. Die erforderlichen Stellplätze müssen auf dem Baugrundstück oder auf einem geeigneten Grundstück in der Nähe des Baugrundstücks errichtet werden.

Nach neuer Satzung ist nur noch ein Stellplatz je Wohnung für Gebäude mit Wohnungen gefordert. Die neue Verordnung legt auch die Stellplätze bei den verschiedensten Gebäuden in der Gemeinde fest, wie Altenheime, Geschäftshäuser, Räume mit erheblichem Besucherverkehr wie Arztpraxen, Schalter oder Beratungsräume. Geregelt ist auch die Stellplatzfläche bei Sportstätten und Kirche sowie sonstigen Versammlungsstätten. Diese neue Satzung (Stellplatzverordnung) tritt am 1. Oktober 2025 in Kraft. Die Gemeinderäte stimmten dem geschlossen zu.

Bürgermeister Lorenz informierte das Gremium, dass der neue Landrat Inzell einen Besuch abstattete und sich über die Gemeinde informierte. „Es war ein nettes Gespräch. Wir haben die Kernpunkte besprochen und er zeigte sich ausgesprochen interessiert. Es ist schon mal eine gute Basis für die nächsten sieben Jahre Zusammenarbeit“, so der Bürgermeister.

Bruno Mayer, regelmäßiger Gast bei Gemeinderatssitzungen und Mitglied beim gesundheitlichen Bevölkerungsschutz, erhielt Rederecht und bat das Gremium, beim Umbau des Festsaales daran zu denken, ein Kälteklima zu generieren, um Hitzetagen vorzubeugen. „Die Bevölkerung soll bei richtig heißen Tagen vor Hitze geschützt werden können und für solche Einrichtungen gibt es auch Zuschüsse von Bund und Land“.

Gewappnet
für Hitzetage

Das Eisstadion, in dem er als Mitglied des Roten Kreuzes oft Dienst leistet, sei aus seiner Sicht nicht geeignet, weil es dort in der Halle mit zehn bis zwölf Grad zu kühl sei. Er schlug zudem vor, den Aufbau von drei bis vier Trinkbrunnen an den obligatorischen Punkten im Gemeindegebiet zu überdenken.

Abschließend dankte Bürgermeister Lorenz Markus Kötzinger für seine kurzfristige Übernahme einer wichtigen Aufgabe beim Dorffest, die so zu einem guten Gelingen beitrug.

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