38661 Fahrer sind in der Josef-Aberger-Straße korrekt unterwegs

von Redaktion

Auswertung belegt Wirkung der Tempo-30-Zonen – Gemeinde Unterwössen bremst Raser erfolgreich aus

Unterwössen – In der Josef-Aberger-Straße in Unterwössen hat die Gemeinde über mehrere Monate das Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer untersucht. Das Ergebnis: Die große Mehrheit hält sich an die Tempobegrenzung, auch wenn der Straßenverlauf zum schnelleren Fahren verleitet.

Verwaltungsleiter Thomas Müllinger stellte dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung die Auswertung des mobilen Messgeräts vor, das zwischen Ende November 2024 und Anfang Juli 2025 dort im Einsatz war.

Die Josef-Aberger-Straße verläuft über weite Strecken schnurgerade, ist teilweise nur locker bebaut und weist in Richtung Ortszentrum ein gleichmäßiges Gefälle auf. Gerade deshalb ist sie für Geschwindigkeitsmessungen besonders aufschlussreich, da die Straße alles mitbringt, was zum Schnellfahren verführt.

Das mobile Messgerät erfasste sowohl hinauf- als auch abfahrende Fahrzeuge. Hinauf fuhren knapp 73 Prozent (38661 Fahrzeuge) 30 Stundenkilometer oder weniger. Etwa ein Viertel (25 Prozent, 12922 Fahrzeuge) lag zwischen 30 und 40 Stundenkilometern, nur rund 0,2 Prozent überschritten die Marke von 40 Stundenkilometern.

Bei den hinabfahrenden Fahrzeugen fiel der Anteil der Langsamfahrenden mit etwa 60 Prozent (35870 Fahrzeuge) etwas geringer aus, rund 35 Prozent (22208 Fahrzeuge) fuhren zwischen 30 und 40 Stundenkilometern. Lediglich etwa fünf Prozent der Fahrzeuge fuhren schneller als erlaubt.

Die Geschwindigkeitsauswertungen stellen lediglich Tendenzen dar; eine rechtssichere Geschwindigkeitskontrolle kann nur durch die Polizei erfolgen. Bei der Anzahl der Fahrzeuge unter 30 Stundenkilometern ist zu berücksichtigen, dass auch Fahrradfahrer mit ausgewertet werden.

Dennoch zeigen die Zahlen eine eindeutige Tendenz, so Müllinger. Die von der Gemeinde ergriffenen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung zeigen Wirkung. Vor 30 Jahren führte sie flächendeckend Tempo-30-Zonen beiderseits der Hauptstraße ein. Seit 2024 wirken gezielte Aufschriften auf dem Asphalt und der regelmäßige Einsatz mobiler Messgeräte. Müllingers Fazit: „Im Grunde hält sich der überwiegende Teil an die Vorschriften. Nur ein sehr geringer Teil verhält sich rücksichtslos, darunter auch Anwohner.“

Müllinger weist zudem auf ein häufiges Missverständnis hin: „Viele Menschen überschätzen die tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeiten. Gerade Anlieger empfinden durchfahrende Fahrzeuge oft als schneller, als sie es in Wahrheit sind.“flf

Artikel 1 von 11