200 Lebensrettungen pro Jahr

von Redaktion

Breitbrunn bezuschusst neues Einsatzfahrzeug der First Responder mit 10000 Euro

Breitbrunn – In seiner Sitzung hatte der Gemeinderat über einen Zuschussantrag für das in die Jahre gekommene Einsatzfahrzeug der First Responder Chiemsee Nord (FRCN) zu entscheiden, den er einhellig befürwortete (wir berichteten). Als First-Responder-Truppe sind die Ersthelfer der Gemeinde und des gesamten Einsatzgebiets bestens für unsere schnelle Hilfe bei Notfällen bekannt, so die Einleitung eines Antragsschreibens, das Bürgermeister Anton Baumgartner (ÜWG) dem Plenum vorträgt.

In fünf Minuten
vor Ort

Bei 180 bis 200 Einsätzen jährlich stehen die „Firsties“ durch ihr ehrenamtliches Engagement allen Bürgern bei. An dieser Stelle möchte sich der Verein herzlich für die weitreichende Unterstützung, die er bisher erfahren durfte, bedanken, so ein Auszug aus dem Schreiben an den Gemeinderat.

Bei einer lebensbedrohlichen Situation zähle jede Minute. Da die „Firsties“ durchschnittlich fünf Minuten vor dem ersten Rettungsmittel am Einsatzort sind und dort bereits Erste Hilfe leisten, kann dieser Zeitvorteil unter Umständen überlebenswichtig werden, so die Bedeutung des Ehrenamtes. Nach nunmehr zehn Jahren und über 100000 Kilometern Laufleistung stoßen die Ersthelfer nun jedoch an die Grenzen der Belastbarkeit ihres Einsatzfahrzeugs. Die Reparaturen steigen und die Zuverlässigkeit ist nicht mehr reliabel gegeben.

Damit aber auch weiterhin schnell und unmittelbar geholfen werden kann, so das Fazit, ist die Anschaffung eines neuen First-Responder-Fahrzeugs dringend notwendig. Dieses Projekt würden die „Firsties“ für das Kalenderjahr 2026 anstreben. Die Kosten für ein geeignetes Einsatzfahrzeug belaufen sich derzeit inklusive der noch notwendigen Umbauten auf rund 60000 bis 70000 Euro, trotz Rabatten und eines Entgegenkommens der Herstellerfirmen. Als gemeinnütziger Verein stemmen die Ersthelfer bereits alle laufenden Kosten, die da Versicherung, Kraftstoff, Wartung, Ausstattung (medizinisches Verbrauchsmaterial und Einsatzkleidung) sowie Aus- und Fortbildung umfassen.

Um dieses Ehrenamt auch in Zukunft in vollem Umfang leisten zu können, benötigen die First Responder für die Anschaffung des neuen Fahrzeugs die Mithilfe der davon partizipierenden Kommunen.

Mit dem Verständnis, dass die aktuelle wirtschaftliche Situation die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde begrenzt, bitten die Einsatzkräfte um Unterstützung bei der Anschaffung des neuen First-Responder-Autos, und zwar in Form eines Zuschusses in Höhe von 10000 Euro. Der Vorsitzende Max Stadler listet im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung auf, das die Freiwilligen an die 200 Einsatzstunden und zusätzlich aber auch etwa 11000 Bereitschaftsstunden während des Jahres in ihrer Freizeit leisten. Für laufende Fixkosten wie zum Beispiel Kraftstoff (bis zu 200 Euro/Monat) oder zur Ausbildung neuer Aktiver (rund 600 Euro/Person) müssen die „Firsties“ ungefähr zwischen 15000 und 20000 Euro pro Jahr generieren. Im Jahr 2024 wurde für ungefähr 20000 Euro Einsatzkleidung beschafft, so einige Details. Für weitere Fragen zur Responder-Tätigkeit stünden die Ehrenamtlichen dem Gremium jederzeit zur Verfügung, so das Schlusswort des Schreibens an die Gemeinde. Man berichte auf Wunsch gerne auch persönlich im Gemeinderat über die Arbeit und Bedeutung eines zuverlässigen First-Responder-Fahrzeugs.

Mittel im Haushalt
reserviert

In der abschließenden Beurteilung des Antrags vertrat das Plenum einhellig die Meinung, dass dieses ehrenamtliche Engagement zu würdigen sei. Dem Antrag von 10000 Euro Zuschuss zur Beschaffung eines neuen Einsatzfahrzeugs wurde unter dem Aspekt der Wichtigkeit unisono zugestimmt. Die Haushaltsmittel sind für das Jahr 2026 zu reservieren.

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