Grabenstätter Räte geben grünes Licht für neue und entlastende Variante

von Redaktion

Umstrittene Zufahrt zum Kiesabbaugebiet in Kraimoos wird nach Osten verlegt – Gute Nachrichten für die Anwohner

Grabenstätt Nachdem eine Bürger-Petition gegen den mittlerweile genehmigten Kiesabbau im Trockenabbauverfahren bei Kraimoos abgelehnt worden war, wurde das Genehmigungsverfahren Anfang vergangenen Jahres zum Abschluss gebracht. Im Zuge dessen erhielt die Gemeinde Grabenstätt von der Genehmigungsbehörde Landratsamt Traunstein einen Abgrabungsbescheid.

Da die Erfolgsaussichten eines Rechtsbehelfs als äußerst gering eingeschätzt wurden, verzichtete man nach Rücksprache mit einer Anwaltskanzlei auf eine Klage. Nun kam das Thema wieder auf die Tagesordnung des Gemeinderats, und es gab für die betroffenen Anwohner etwas sehr Positives zu berichten.

Wie Bürgermeister Gerhard Wirnshofer (BG/FW) verriet, sei es der Firma Rohrdorfer Sand und Kies GmbH gelungen, mit Zustimmung der jeweiligen Eigentümer und nach Vorgesprächen mit der Gemeinde und dem Landratsamt Traunstein eine neue Variante für die sehr umstrittene Zufahrt zum geplanten Abgrabungsbereich zu finden. Letzterer befindet sich auf einer bereits gerodeten Anhöhe im Norden von Kraimoos.

Bisher wären Zu- und Abfahrten über einen Feldweg durch den westlichen Ortsteil erfolgt, was wohl mit nicht unerheblichen Lärm- und Staubbelästigungen für die Anwohner verbunden gewesen wäre, auch wenn dies in einem vom Vorhabenträger in Auftrag gegebenen immissionsschutzrechtlichen Gutachten verneint worden ist. Die neue Zu- und Abfahrtsvariante hätte keinen direkten Anschluss mehr zur südlich verlaufenden Staatsstraße 2095 (Seebruck-Traunstein), sondern würde über einen gemeindlichen Feldweg und über landwirtschaftlich genutzte private Flächen zur östlich verlaufenden Kreisstraße TS 2 führen, die in Richtung Nordosten nach Wolkersdorf (Traunstein) und in Richtung Süden zum Kreuzungsbereich mit der Staatsstraße 2095 führt. Ein kurzes Stück Feldweg müsste neu errichtet werden. „Der komplette Lkw-Verkehr würde demnach nördlich von Kraimoos mit einem Abstand von mindestens 200 Metern entlanggeführt werden und den Ortsteil nicht mehr belasten“, freute sich Wirnshofer. Die entsprechenden Unterlagen für eine Tekturplanung zur neuen Zufahrtsvariante lägen der Gemeinde vor, und man sei vom Landratsamt um eine Stellungnahme gebeten worden. Die Fachbehörden im Landratsamt, denen der Unmut aus der Kraimooser Bürgerschaft wohl nicht verborgen geblieben ist, seien mit der Änderung einverstanden, betonte Wirnshofer und fügte an: „Aus Sicht der Gemeinde kann der geänderten Zu- und Abfahrt ebenfalls zugestimmt werden, da die Belastung für den Ortsteil Kraimoos mit Sicherheit reduziert wird, allein dadurch, dass keine Brems- und Beschleunigungen aus der ehemals geplanten Zufahrt mitten in Kraimoos mehr erfolgen.“ Auch die potenzielle Unfallgefahr beim Ein- und Abbiegen der Lkw in und von der Staatsstraße wäre gebannt.

Die Räte kamen der Empfehlung der Gemeindeverwaltung nach und erteilten einstimmig das gemeindliche Einvernehmen für die Verlegung der Zufahrt.

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