Bernauer Kneippbecken wieder eröffnet

von Redaktion

Nach der vorübergehenden Schließung ist das Becken in Bernau wieder mit Wasser befüllt. Eine integrierte Zeitschaltuhr soll den Wasserverbrauch der Anlage reduzieren. Doch gleich am ersten Tag gab es eine böse Überraschung.

Bernau – Nachdem die Bernauer Kneippanlage aufgrund niedriger Trinkwasservorräte, bedingt durch das trockene Frühjahr, zeitweise geschlossen war, ist das Kneippbecken im Kurpark nun wieder geöffnet.

Gemeinde will Ressourcen sparen

Die Regenfälle der vergangenen Wochen haben die Trinkwasserpegelstände langsam ansteigen lassen, wodurch sich die Situation etwas entspannt hat, wie die Gemeinde mitteilt. Zugleich wurde die Kneippanlage laut Gemeinde nun mit einer Zeitschaltuhr ausgestattet, die den Wasserzulauf reguliert und so den Wasserverbrauch der Anlage um rund 80 Prozent reduziert.

Das Bernauer Kneippbecken nimmt in der Region eine besondere Rolle ein: Es ist laut Gemeinde das einzige Kneippbecken, das mit hochwertigem Trinkwasser betrieben wird. Zukünftig möchte die Gemeinde den Trinkwasserverbrauch durch die Anlage jedoch gänzlich vermeiden und diese durch Bachwasser speisen. Eine Möglichkeit ist die Umstellung der Wasserzufuhr auf Bachwasser aus dem nahegelegenen Bernauer Bach. Eine weitere Möglichkeit wäre, das Kneippbecken wie vergleichbare Anlagen in Übersee oder Rottau direkt als Seitenarm in den Bach zu integrieren. Damit ließen sich nicht nur wertvolle Ressourcen sparen, sondern das Becken wäre bei Hochwasser auch gut geschützt.

Die Umsetzung einer solchen Lösung erfordert jedoch eine sorgfältige Planung und Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Dies konnte kurzfristig nicht realisiert werden. Die Gemeinde verfolgt diese nachhaltigen Alternativen aber weiterhin mit Hochdruck, wie es aus dem Rathaus heißt, um mittelfristig eine ressourcenschonende Versorgung des Kneippbeckens zu gewährleisten.

Unbekannter

zieht Stöpsel

Die Gemeindeverwaltung und Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber dankten allen Bürgern für ihr Verständnis für die zwischenzeitliche Schließung des Beckens und für die Mithilfe beim sparsamen Umgang mit der Ressource Wasser.

Wie die Bürgermeisterin mitteilt, hält die Gemeinde am Ziel fest, das Kneippbecken auf Bachwasser umzustellen, um Ressourcen zu schonen. Das scheinen jedoch nicht alle Bürger so zu sehen: Bereits am Morgen, nachdem das Kneippbecken wieder mit Wasser eingelassen war, wartete auf die Bürgermeisterin eine böse Überraschung. Denn: Das Becken war wieder leer. „Irgendjemand hat über Nacht den Stöpsel gezogen, sodass wir jetzt wieder einfüllen müssen“, berichtet Irene Biebl-Daiber – und fügt hinzu: „So wird das natürlich nichts mit dem Wasser sparen.“

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