Staudach-Egerndach – Das Carsharing-Projekt „Einfach unterwegs Achental“ wird fortgeführt: Der Gesamtvorstand des Ökomodells Achental hat einstimmig beschlossen, das Angebot um zwei weitere Jahre bis Ende 2027 zu verlängern. Grundlage für diese Entscheidung sind die erfreuliche Nutzung und die positiven Rückmeldungen aus den Gemeinden.
Seit dem Start im November 2023 verzeichnet das Carsharing-Angebot insgesamt 835 Buchungen durch 596 registrierte Nutzerinnen und Nutzer. Die fünf Fahrzeuge haben in dieser Zeit gemeinsam über 53500 Kilometer zurückgelegt. Aktuell stehen Carsharing-Fahrzeuge in den Gemeinden Übersee, Unterwössen, Marquartstein, Grassau und Grabenstätt bereit. Neue Standorte in Reit im Winkl und Bergen sind in Vorbereitung.
Neben der privaten Nutzung kommen die Fahrzeuge auch bei sozialen Diensten wie der Tafel oder für Krankenfahrten oder Vereine zum Einsatz. Das Angebot zeigt sich somit nicht nur als umweltfreundliche Alternative zum eigenen Auto, sondern auch als wichtiger Beitrag zur sozialen Infrastruktur in der Region.
Das Projekt konnte bislang 19000 Euro an Förder- und Sponsoringmitteln verbuchen. Besonders erfreulich: Die Sparkasse hat sich bereit erklärt, das Carsharing im Achental für weitere zwei Jahre mit 24000 Euro zu unterstützen. Auch in der Nachbargemeinde Chieming wird das Modell – inspiriert durch das Ökomodell Achental – übernommen und in ähnlicher Form eingeführt.
Trotz der positiven Entwicklung stehen dem Projekt weiterhin Herausforderungen gegenüber. Die Einnahmen reichen derzeit noch nicht aus, um die laufenden Betriebskosten vollständig zu decken. Auch Abschreibungen der Fahrzeuge sowie die ungleiche Kostenverteilung zwischen den beteiligten Gemeinden müssen künftig verstärkt berücksichtigt werden.
„Die bisherige Entwicklung zeigt, dass Carsharing im Achental ein tragfähiger Baustein für nachhaltige Mobilität ist. Jetzt gilt es, gemeinsam mit den Gemeinden faire und tragfähige Finanzierungsmodelle für die Zukunft zu entwickeln“, so die Geschäftsführung des Ökomodells Achental.
Mit der beschlossenen Verlängerung bis Ende 2027 wird dem Projekt weiterhin Zeit und Raum gegeben, sich wirtschaftlich zu stabilisieren und weiter zu wachsen – als Vorzeigeprojekt für Mobilität im ländlichen Raum.