Reit im Winkl investiert vor Ort

von Redaktion

Zahlreiche Sanierungen, neue Fahrzeuge und Photovoltaik im Fokus der Gemeinde

Reit im Winkl – Die Freibühne am Festsaal wird saniert. Dies gab Bürgermeister Matthias Schlechter in der jüngsten Sitzung des Rats bekannt. Weitere Bekanntgaben von Beschlüssen in früheren nichtöffentlichen Sitzungen und aktuelle Informationen betrafen eine Ersatzbeschaffung für den Caddy des Klärwerks, ein Fahrzeug für die Nachbarschaftshilfe, die Errichtung eines Buswartehäuschens am Waldbahnhof, die Photovoltaik-Nutzung und die Planung eines öffentlichen WCs im Rathaus.

Freibühne wird
renoviert

Die Freibühne an der Südseite des Festsaals ist nach Auskunft des Bürgermeisters deutlich in die Jahre gekommen und eine Renovierung daher dringend nötig. Der bisherige Fliesenbelag wird entfernt und durch einen neuen Pflasterbelag, der witterungsbeständiger und ganzjahrestauglich ist, ersetzt. Die Verbesserung des südlichen Außenbereichs des Festsaals soll bis zum Herbst und rechtzeitig zur Wohnbautagung fertiggestellt sein. Mit den Arbeiten wird die Firma Kaindl beauftragt.

Aufgrund des hohen Preisunterschieds zum derzeitigen VW Caddy des Klärwerks hat sich der Gemeinderat für einen Ford Transit Connect entschieden, der geleast wird. Das derzeitige Fahrzeug mit Baujahr 2014 ist in die Jahre gekommen und bereits sehr anfällig für Reparaturen. Angesichts der Lieferzeit von vier bis fünf Monaten für das Ersatzfahrzeug muss es noch eine Weile seinen Dienst tun.

Die Quartiersmanagerin Ulli Speicher hat bei der „Stiftung Lichtblick Seniorenhilfe“ um ein Fahrzeug angesucht, um damit den ehrenamtlichen Fahrdienst im Rahmen der Nachbarschaftshilfe zu unterstützen. Es handelt sich um einen Vorführwagen mit sieben Sitzen. Die Einzelsitze sind verschiebbar, umklapp- und herausnehmbar, sodass auch Rollstuhlfahrer und Senioren mit Rollator gut Platz haben. Aufgrund des Schenkungswertes des Fahrzeugs musste der Gemeinderat die Schenkung zunächst annehmen. Die laufenden Kosten für das Fahrzeug werden vom Sozialfonds bestritten. Wer Bedarf für die Nachbarschaftshilfe hat, wendet sich an Ulli Speicher im Rathaus oder direkt an die Nachbarschaftshilfe. Kontaktdaten befinden sich auf der Homepage der Gemeinde.

Einem Impuls des Wirtschaftsverbandes folgend wird am Waldbahnhof ein neues Buswartehäuschen durch einheimische Firmen unter der Leitung der Firma Kaindl errichtet. Planung und Dienstbarkeit haben sich ein wenig in die Länge gezogen, sodass nun in der dieser öffentlichen Sitzung vorangegangenen nichtöffentlichen Sitzung die Vergabe der Arbeiten beschlossen werden konnte.

Weiter versicherte Bürgermeister Schlechter, dass die Nutzung der Dächer von gemeindlichen Gebäuden für die Stromgewinnung dem Gemeinderat ein wichtiges Anliegen ist. Deshalb wurde jüngst eine Arbeitsgruppe aus vier Gemeinderäten und dem einheimischen Energieberater Florian Hartmann gegründet. Ziel ist es, möglichst sinnvolle Lösungen für die Photovoltaik-Nutzung der Flächen für den gemeindlichen Eigenverbrauch zu finden. Nicht benötigte Dächer könnten in der Folge auch an Unternehmen wie die „Naturwärme Reit im Winkl“ verpachtet werden, um so gemeinsam an der Energiewende zu arbeiten. Im Endeffekt wünscht sich die Gemeinde Lösungen, die Reit im Winkl weiter zukunftsfähig werden lassen, heißt es.

Die öffentlichen WCs am Rathausplatz stammen aus dem Jahr 1963 und sind nach Ansicht der Gemeinde seit vielen Jahren verbesserungswürdig. Nachdem der neue Pächter der Bäckereiräume im Erdgeschoss des Rathauses nicht mehr alle Räumlichkeiten benötigt, ergibt sich die Möglichkeit, die dortigen WCs an der südlichen Rathausseite unterzubringen.

Toiletten gut
60 Jahre alt

Nach Rücksprache mit der Regierung von Oberbayern kann die Maßnahme mit Mitteln aus der Städtebauförderung gefördert werden. Hier stehen 60 Prozent der förderfähigen Kosten im Raum. Mit der Umsetzung kann frühestens Ende 2026 gerechnet werden. Damit wäre nach Ansicht der Gemeinde ein großes Problem im Ortskern gut zu lösen. Demnächst werden Gespräche zwischen Gemeinde und beteiligten Firmen geführt, um den Umfang der Maßnahme einschätzen zu können.

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