Römerstein am Ortseingang ist jetzt schön eingebettet

von Redaktion

Dorfverein Staudach-Egerndach kümmert sich um Ausgestaltung – Original im Zweiten Weltkrieg zerstört

Staudach-Egerndach – Am Ortseingang von Staudach-Egerndach auf einer Wiese, bislang nur mit zwei Sträuchern eingerahmt, steht ein besonderes Schmuckstück, der Römerstein, einst 1808 in der katholischen Kirche entdeckt und originalgetreu nachgebildet. Schmucke Obstbäume stehen ebenfalls auf der Wiese und der nahegelegene Bach strömt in die Tiroler Ache. Ein wunderbarer Platz, der nun zusätzlich aufgewertet wurde.

Der Dorfverein, entstanden aus dem Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein, glänzt immer wieder durch besondere Ideen, wie die kleine Gemeinde attraktiver gestaltet werden kann. Da wurde die FlohmarktRoas ins Leben gerufen und auch Haustafeln für geschichtsträchtige Gebäude entwickelt. Zudem konnten die Stromkästen mit historischen Fotomotiven aufgewertet werden. Erst vor Kurzem wurden die Eingangstüren, die Begrüßungstüren, entwickelt und aufgestellt und schon wieder gibt es eine neue Idee, die dieses Mal den Römerstein in den Fokus nimmt.

Dieser Stein wurde einst in der katholischen Kirche in Egerndach gefunden. Er landete schließlich in der Archäologischen Sammlung in München.

Diese wurde im Zweiten Weltkrieg von einer Fliegerbombe zerstört und der Römerstein war damit ebenfalls Geschichte. Anhand von Fotografien konnten Steinmetzmeister Fritz Seibold junior und Bildhauerin Linda Blüml den Stein nachbilden und der Stein von Artus und Amanda erhielt in Staudach einen neuen schönen Standort. „Der Stein ist sehr schön, nur das Umfeld gefiel uns nicht. Wir wollten mehr Aufenthaltsqualität“, betonte Bürgermeisterin Martina Gaukler.

Im Dorfverein unter dem Vorsitz von Peter Schwarz traf sie auf offene Ohren und so wurde intern geplant.

Die kreativen Vereinsmitglieder überlegten gut, denn der Bereich sollte zum Verweilen einladen, musste vom Material zu der Stele passen, sollte sich in das gesamte Areal einfügen, von der Straße aus erkennbar sein und den Stein als Zentrum haben. Entwürfe entstanden und so wurde ein steinernes Rondell geplant. Ausschlaggebend war der Vorschlag von Rosmarie Starflinger, die beim Radfahren in Chieming bei Stöttham etwas Ähnliches entdeckte. Auch hier wurde ein Römerstein in ein Steinrondell eingebettet.

In Zusammenarbeit mit den Mitgliedern und des Bauhofs konnten der Platz begradigt und die großen quadratischen Steinbrocken hinzugefügt werden. Eine Sitzfläche aus Holz soll noch folgen. Derzeit berät der Verein noch über eine entsprechende Bepflanzung. Diese soll ansprechend und nieder sein, um das Gesamtbild nicht zu stören, aber dennoch etwas abschirmen. In den Genuss dieses neuen Platzes werden Interessierte bei Führungen gelangen.

Doch ausruhen, sich das Pärchen auf dem Römerstein ansehen und sich die Zeit damals, als der Chiemgau schon eine beliebte Region für Römer und Kelten war, zu vergegenwärtigen, das darf man bereits jetzt. Mit diesem Platz wurde der Ortseingang von Staudach-Egerndach weiter aufgewertet. Schwarz fügte hinzu, dass dieser Platz ein Ort der Begegnung werden soll.

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