Nachruf

von Redaktion

Prien – „Renate Schuderer war mehr als nur eine gewissenhafte Kollegin, sie war eine Persönlichkeit mit einem stets freundlichen Wesen, das mit Vertrauen und Fingerspitzengefühl sowie mit großer Hingabe und Pflichtbewusstsein ihren Dienst versah. Sie prägte mit ihrer Hilfsbereitschaft und Herzenswärme das Miteinander im Rathaus und in der Gemeinde, sie war für viele Leute eine Stütze und eine Freundin“ – mit diesen Worten würdigte Priens Bürgermeister Andreas Friedrich am offenen Urnengrab die Verdienste von Renate Schuderer. Diese verstarb nach längerer Krankheit und nach einem mehrjährigen Kursana-Aufenthalt im Alter von 81 Jahren.

Bei der Trauerfeier in der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ erinnerte Pater Livio ebenfalls an einen Herzensmenschen voller Fürsorge und Lebensfreude. Schwere Schicksalsschläge waren der Tod ihres damals neunjährigen Sohnes und vor neun Jahren der Tod ihres Ehemannes Hans. Wie ihr Sohn Markus bei der Trauerfeier in der Kirche sagte, lernte sie als ausgebildete Einzelhandelskauffrau ihren Mann Hans kennen. Schon früh übernahm sie bei einem Architekten Verantwortung.

Der Beruf führte Hans Schuderer nach Prien. Renate Schuderer arbeitete zunächst im gemeindlichen Bauamt: „Renate Schuderer mochte Leute und Arbeit, ihr Beruf war zugleich Berufung, und als Sekretärin war sie für vier Bürgermeister und die Geschäftsleiter eine Kollegin, die zuhören und mitdenken konnte.“ An diese Eigenschaften erinnerte auch Friedrich, der mit seinem Stellvertreter Michael Anner junior eine Blumenschale niederlegte.

Als Renate Schuderer 2009 in Rente ging, engagierte sie sich weiterhin für die Gemeinde. Unter anderem wurde sie bei der Erstellung des Häuserbuches und für die Partnerschaften mit Graulhet und Valdagno aktiv. Die vielen Verdienste für die Marktgemeinde Prien würdigte der Gemeinderat mit der Partnerschafts-Medaille und mit der Kleinen Ehrenmünze in Gold.

Ihre Verdienste um das Priener Ferien- und Seniorenprogramm lobte Helga Stampfl als Seniorenbeauftragte. Sie erinnerte daran, dass Renate Schuderer 2003 die Idee zum Seniorenprogramm hatte und, so lange es gesundheitlich ging, mit ihrem Organisationstalent, ihren Ideen und ihren Texten mithalf. „Heute sind wir zehn Personen, die das Seniorenprogramm betreuen. Wir alle versprechen, dass wir im Sinne von Renate dabeibleiben“, sagte Helga Stampfl.

Einen weiteren Dank gab es vom Priener Trachtenverein. Dessen stellvertretender Vorsitzender Lorenz Obermüller dankte für die Vereinszugehörigkeit seit 2017 mit einer Blumenschale und mit einem letzten Fahnengruß. Auch die Priener Kolpingsfamilie ehrte mit ihrer Fahne die Verstorbene. Die musikalische Gestaltung in der Pfarrkirche übernahmen der Chiemseewinkl-Dreigesang sowie Bartholomäus Prankl mit Orgelweisen, auf dem Friedhof spielte eine fünf Mann starke Beerdigungsmusik aus den Reihen der Priener Blaskapelle. hö

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