Inzell – „Es ist unglaublich, wie groß der Zuspruch beim Lkw-Oldtimertreffen in Inzell mittlerweile ist. Von überall her kommen die Fahrer und wollen bei uns dabei sein“, freute sich Hauptorganisator Herbert Öttl, Zweiter Vorsitzender vom Inzeller Verkehrs- und Heimatverein. Insgesamt 89 Lkw-Freunde (im vergangenen Jahr knapp 50) aus ganz Deutschland und aus dem benachbarten Österreich und der Schweiz trafen sich jüngst bei der Max-Aicher-Arena zum siebten Inzeller Lkw Oldtimertreffen 2025.
Mehr Fahrzeuge
als gedacht
Es war wieder so einiges geboten an diesen beiden Tagen, denn nicht nur die vielen alten Boliden waren zu bestaunen, sondern auch wieder die richtig große Modelleisenbahn in der Turnhalle vom Modelleisenbahnclub Traunstein. Die Band „De Waltons“ sorgte am Abend für musikalische Stimmung und beim Weißwurstfrühstück kamen die Besucher ebenso auf ihre Kosten. Verantwortlich für dieses Oldtimertreffen war der Verkehrs- und Heimatverein Inzell mit Organisator Herbert Öttl, unterstützt von Tom Pölsterl sowie Peter, Martin und Markus Baumgartner. Bereits am Vortag kamen die ersten Trucker an der Max-Aicher-Arena an und suchten sich nach kurzer Einweisung die besten Stellplätze. Fortan wurden es immer mehr Lkw und Busse am Ludwig-Schwabl-Sportpark und die nach und nach hinzukommenden Besucher konnten viele außergewöhnliche Fahrzeuge bestaunen. Die Fahrer erhielten als Andenken ein Schild für ihren Lkw von 2025, doch die Zahl der Fahrzeuge war so nicht vorhersehbar. Die Schilder reichten diesmal nicht aus und sollen bald nachgeliefert werden. Mittlerweile ist ein solches Schild ein beliebtes Erinnerungsstück, das jeder Fahrer unbedingt haben möchte.
Organisator Herbert Öttl zeigte sich begeistert vom regen Zuspruch. „Einfach unglaublich, wie viele Fahrzeuge heuer hier vor Ort sind. Inzell ist bei vielen schon lange eingetragen im Kalender und sozusagen ein Pflichttermin, mit dem alten Lkw zu kommen. Doch viele haben sich noch kurzfristig angemeldet und wollten unbedingt in Inzell dabei sein“.
Viele Fahrer schlafen auch in ihren alten Gefährten und genießen ihren Aufenthalt in der Eisschnelllaufmetropole. Eine große Zahl an Teilnehmern reiste aus dem benachbarten Österreich an. Das älteste Fahrzeug in diesem Jahr war aus Ried/Oberösterreich, ein Ford AA Truck Baujahr 1930 mit 50 PS. Busfahrer Herbert Werner kam mit seinem alten Bus (Mercedes O 319, Baujahr 1963) aus Altaussee und nahm auch Passagiere mit auf die Rundreise. Als Beifahrer fungierte Peter Fegg senior, der sicher ein fachkundiger Gesprächspartner war.
Ein besonderer Höhepunkt seitens der Veranstalter war in diesem Jahr wieder die große Modelleisenbahn in der Turnhalle gegenüber der Max-Aicher-Arena. Der Modelleisenbahnclub Traunstein hat sich die Mühe gemacht, seine große Sammlung dort aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Das kam nicht nur bei den Erwachsenen gut an, sondern vor allem auch bei den Kindern, die große Augen machten. Ein Verantwortlicher der Eisenbahner war froh, diese Möglichkeit wieder nutzen zu können. „Da wir im vergangenen Jahr schon die Gelegenheit hatten, unsere ganze Bahn aufzustellen, war es in diesem Jahr mit der gewissen Erfahrung um vieles einfacher und der große Platz hier in der Halle ist richtig gut.“ Um 13 Uhr gab es dann eine nostalgische Ausfahrt rund um den Zinnkopf durch die Ortsmitte weiter nach Ruhpolding, über Siegsdorf und wieder zurück nach Inzell. Mit lautem Gehupe und Getöse bogen die Fahrzeuge in kleinen Gruppen auf die Bundesstraße ein. Bei den Bussen hatten Interessierte die Möglichkeit, gegen einen kleinen Obolus, der der Inzeller Jugendfeuerwehr zugutekam, mit auf die Rundreise im Chiemgau zu gehen.
Modelleisenbahn
in der Turnhalle
Mit reichlich Kulinarischem und jeder Menge Diesel-Gesprächen war für die Truckerseele bestens gesorgt. Abends heizte die Band „De Waltons“ den vielen Besuchern und Fahrern gehörig ein. Der Dank ging an Bürgermeister Michael Lorenz sowie ITG-Vorsitzenden Markus Stuckmann für die Unterstützung, ebenso an die Firmen MAN und Schaumaier. Die Jugendfeuerwehr, der die Einnahmen in diesem Jahr zugutekommt, sorgte mit einem Aufbau zum Wasserspritzen für viel Spaß bei den Kindern und Jugendlichen. Sehr zufrieden können die Verantwortlichen nun schon ihren Blick auf das kommende Jahr richten.