Der Hutzenauer – ein Staatsmann und Rebell

von Redaktion

Gustl Lex erinnert in Grabenstätt an den Ruhpoldinger Georg Eisenberger

Grabenstätt – Anlässlich des 80. Todestages des Ruhpoldingers Georg Eisenberger erinnert der Grabenstätter Ortsheimatpfleger und Kenner seiner Heimat, Gustl Lex, am Freitag, 5. September, um 19.30 Uhr in der Schlossökonomie an das facettenreiche Leben des früheren Bürgermeisters sowie Landtags- und Reichstagsabgeordneten, der sich als Staatsmann und Rebell einen Namen gemacht hat.

Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von Andreas Lex an der Zither. Veranstalter ist der Hei- mat- und Geschichtsverein Achental. Der Eintritt ist frei.

Am 28. März 1863 kam Eisenberger als Hutzenauersohn in Hinterhutzenau im Miesenbachertal zur Welt. Obwohl Eisenberger nur die Volks- und Feiertagsschule besuchte und 1892 den elterlichen Bauernhof übernommen hatte, wurde er dank seiner Intelligenz und seines rhetorischen Talents ein in ganz Deutschland bekannter Politiker.

Beinahe 40 Jahre, von 1893 bis 1932, war er in der aktiven Politik, als Gemeinderat, Bürgermeister, Landtagsabgeordneter, Mitglied der Nationalversammlung von Weimar und Reichstagsabgeordneter.

„Er war kein Hinterbänkler, sondern einer, der von seinen politischen Gegnern eher gefürchtet war, der was bewegt hat, der ’s Mäu aufg’macht und auch was zum Sagen hatte“, schildert Lex. Der Hutzenauer sei ein gerader Mensch mit viel Sachverstand gewesen, einer. der sich fürs Volk, vor allem für die Bauern. eingesetzt habe. So sei er 1897 auch Mitbegründer des Bayerischen Bauernbundes gewesen, dessen Geschicke er von 1901 bis 1930 als Vorsitzender lenkte. Er war zudem ein entschiedener Gegner der Nationalsozialisten, dennoch konnte er den Aufstieg der NSDAP in den 1930er-Jahren auch im Bezirksamt Traunstein nicht aufhalten. Der Vortrag am Freitag wird auch dies behandeln. mmü

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