Zwei Staudacher Buben bei der „Maus-Show“

von Redaktion

Großer Fernsehauftritt für Hannes Maier und Paul Plenk: In der „Maus Show“ erzählten sie von ihren Hobbys – und insbesondere von ihrem Engagement bei der Grassauer Bergwacht.

Staudach-Egerndach – Das war wahrlich ein besonderes Erlebnis für die zwei 13-jährigen Buben Hannes Maier und Paul Plenk aus Staudach-Egerndach, durften sie doch bei der ARD-Sendung „Die große Maus-Show“ mitmachen und dort ihre Hobbys vorstellen. Sie waren zum Thema „Mission Helfen“ eingeladen.

Bei einem Gespräch mit der Chiemgau Zeitung erzählten beide nun von ihren Eindrücken, dem Fernsehteam, den spannenden Dreharbeiten und vielen neuen Erfahrungen.

Aufwendige
Produktion der Show

Wie die beiden ins Fernsehen kamen, ist relativ einfach. Die Produktion fragte bei der Bergwacht Grassau, die für ihre hervorragende Jugendarbeit bekannt ist, ob sie zwei junge Vertreter für die Sendung schicken könnten, die die wertvolle ehrenamtliche Arbeit vorstellen würden. „Und dann sind wir zwei gefragt worden“, so Hannes. „Wir haben uns gefreut und sofort zugesagt.“

Eine Befreiung von der Schule war auch kein Problem. Die Schulleiter vom LSH Marquartstein wie von der Grassauer Grund- und Mittelschule sagten schnell zu, schließlich ging es auch um das Vorstellen des Ehrenamts in einer Hilfsorganisation.

Wie aufwendig eine Fernsehshow produziert wird, konnten sich beide vorher nicht vorstellen. Zunächst gab es einen Drehtag außerhalb des Fernsehstudios in Bad Tölz in der Bergwachthalle. Hier durften die Jugendlichen mit Profis und dem aus der Sendung „In höchster Not“ bekannten Bergretter Franz Dörfler hinter die Kulissen blicken. „Interessant war das. Vor allem auch das Fliegen im Heli“, erklärt Hannes und strahlt. Allerdings war es „nur“ ein Simulator.

An diesem ersten Drehtag wurden die Buben von Hannes Vater Florian Maier, Berufsfeuerwehrler in München, begleitet. Das Helfen liegt also in der Familie.

Verschiedene Szenarien wurden geprobt, etwa eine Fallschirmrettung und eine Baumrettung. Für die zwei Buben, die die Berge quasi vor der Türe haben, nichts Ungewöhnliches. Zwei Tage dauerte die Produktion im Studio insgesamt. Erstmals moderierte Florian Silbereisen in Vertretung für Esther Sedlaczek.

Die Staudach-Egerndacher Buben traten in Tracht auf und stellten ihre Hobbys, aber auch ihre bayerische Heimat vor. An den Drehtagen sei es ihnen richtig gut gegangen. „Wir durften im Hotel übernachten und lernten zudem die prominenten Gäste kennen, die mit im Studio waren“, erzählen sie. „Der Wincent Weiss ist ein ganz Netter. Mit dem haben wir viel geredet“, berichtet Hannes.

Sie erzählen auch von dem Gespräch mit Florian Silbereisen, das nicht vorbereitet wurde und sich einfach so entwickelte. „Wir sollten die Jugendarbeit in der Bergwacht vorstellen und erzählten, was wir dort alles machen. Wie wir am Bergwachtturm das Klettern trainieren, aber auch draußen klettern, wie wir verschiedene Knoten lernen und sichern und abseilen üben. Erste Hilfe gehört auch zu unseren Aufgaben“, so Hannes. „In der Jugendgruppe werden wir auf die Ausbildung zum Bergwachtler vorbereitet, die man erst mit 16 machen darf“, fügt Paul hinzu.

„Zeigen, wie wichtig
Engagement ist“

Eine lustige Episode beim Dreh beschreibt Paul: „Wir waren in der Maske und da wurden meine Haare schön hergerichtet. Das hat aber nichts gebracht, weil ich dann doch den Hut aufgesetzt habe.“ Überall seien Kameras und „teilweise konnten wir uns sogar selbst auf dem Bildschirm sehen“, berichtet Hannes.

Gefragt was den beiden denn wichtig war, betont Hannes: „Wir wollten zeigen, wie wichtig Engagement ist, wie wichtig es ist zu helfen und wie viel Spaß und Kameradschaft es bedeuten kann.“ Dem stimmt Paul zu, der zudem bei der Jugendfeuerwehr ist. Damit ist die Freizeit der beiden Buben bestens ausgefüllt, denn sie sind auch noch im Trachtenverein und bei den Schützen aktiv. Hannes spielt außerdem Ziach und tritt mit seinem Instrument auch schon auf.

Am Rande berichten die beiden, dass sie selbst schon einmal die Bergrettung benötigten, als Hannes beim Skifahren fünf Meter in die Tiefe stürzte und er sich allein nicht mehr aus seiner Lage befreien konnte. Den Notruf setzte damals sein Freund Paul ab – genauso, wie er es gelernt hat. Die Bergretter kamen schnell und zum Glück waren es nur schmerzhafte Prellungen, die der junge Skifahrer erlitt. Hannes und Paul wussten, dass sie ihren ausgebildeten Bergwachtkollegen vertrauen können.

Am Ende ihres Auftritts bei der „Maus-Show“ legten die beiden noch einen schneidigen Plattler aufs Parkett und ernteten damit von Annette Frier, Wincent Weiss, Jörg Pilawa, Michael Mittermeier, Andy Borg und und Motsi Mabuse viel Applaus.

Wer die Ausstrahlung der Sendung mit den beiden neuen Lokalstars am vergangenen Samstag verpasst hat, kann sie sich noch in der ARD-Mediathek ansehen.

Artikel 1 von 11