Generationenkonflikt mit viel Gelächter und Applaus

von Redaktion

Bernauer Volksbühne startet mit Premiere von „No koa oids Glump“ erfolgreich in die Theatersaison

Bernau – Die Bernauer Volksbühne ist jetzt mit der Premiere des Stückes „No koa oids Glump“ im ausverkauften Kampenwandsaal erfolgreich in die Theatersaison 2025 gestartet. Dieses unterhaltsame bayerische Lustspiel in drei Akten stammt von Franz Schaurer und wurde in den 60er-Jahren verfasst. Das Stück, dessen Originaltitel „Ein guter Einfall“ lautet, wurde von Regisseur Gerald Hofmann überarbeitet und präsentierte sich als eine witzige, spritzige und flotte Aufführung.

Nach der Heirat seiner Tochter Loni hat der Bauer Kaspar seinen Hof an den Schwiegersohn Georg übergeben. Jetzt haben die „Jungen“ das Sagen. Georg geht gleich mit Volldampf daran, alte Gebäude abzureißen und neue zu bauen, denn des „oide Glump“ muss weg.

Kaspar stinkt es furchtbar, wie schnell alles gehen muss und er überhaupt nicht mehr gefragt wird. Seine beiden Töchter Loni und Liesl haben kaum mehr Zeit für ihn. Somit fühlt sich Kaspar selber als ein „oids Glump“, dass auch weg muss. Die Magd Emerenz kommt mit dem Jungbauern ebenfalls nicht gut aus. Am liebsten möchte sie es allen „Mannsbuidern“ einmal richtig zeigen. Als der Dachstuhl für ein neues Gebäude geliefert wird, hat Kaspar einen „guten Einfall“. Über Nacht ist der Firstbaum weg. Es beginnt eine Jagd nach den Tätern mit gegenseitigen Verdächtigungen und lustigen vergeblichen Verhören.

Annamirl, die Frau von Kaspar, kann sich vorstellen, wer da vielleicht seine Hände im Spiel haben könnte. Aber wie soll die Lösung aussehen, ohne dass weiterhin großer Unfrieden auf dem Hof herrscht? Da hat auch Annamirl einen „guten Einfall“.

Alle Rollen der neun Schauspieler sind bestens besetzt. Robert Weingartner als Kaspar brilliert mit Gestik und Mimik. Bei seiner Frau Annamirl (Claudia Schlosser) merkt man sofort, dass sie eine langjährige erfolgreiche Schauspielerin ist. Loni (Anna Gelder) und Liesl (Regina Hamberger) überzeugen in ihren Rollen als genervte Töchter, die immer wieder zwischen ihrem Vater und ihren Partnern stehen, wie zwischen zwei Stühlen.

Schwiegersohn Georg (Franz Fischer) und Zimmerer Sepp (Sebastian Hilgner) verkörpern gekonnt ihre Rollen als dominante Persönlichkeiten, die nun das Sagen auf dem Hof haben. Ein ideales Paar sind die resolute Magd Emerenz (Irmi Fischer) und der etwas naive Knecht Quirin (Korbinian Mauerer), die viele lustige Szenen haben.

Eine besondere Würze bringt auch Maurermeister Alise (Klaus Kollmannsberger) in die Inszenierung. Er ist nicht nur hinter Liesl her, der Freundin von Sepp, sondern sorgt auch mit seinem Outfit und seinen coolen Sprüchen für zahlreiche Lacher im Publikum.

Vom Publikum gab es viel Szenenapplaus, Gelächter und einen langanhaltenden Schlussapplaus. Weitere Aufführungen finden am 4., 11., 18. und 25. September sowie am 2. und 3. Oktober statt. Tickets gibt es an der Abendkasse im Kampenwandsaal ab 19 Uhr beziehungsweise am 3. Oktober ab 17 Uhr oder im Vorverkauf bei der Tourist-Info in Bernau sowie online unter der Adresse www.ticketscharf.de.

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