Immer nah am Menschen

von Redaktion

Mit einem feierlichen Gottesdienst haben die Gläubigen in Kammer den beliebten Pater Andrei Mirt verabschiedet. Er übernimmt nun einen Pfarrverband ganz in der Nähe.

Traunstein/Kammer – Mit einem feierlichen Gottesdienst sowie einem anschließenden Stehempfang nahmen die Gläubigen der Pfarrgemeinde Kammer Abschied von dem beliebten Geistlichen Pater Andrei Mirt. Dieser war seit 2022 in der Stadtkirche und damit auch für die Pfarrei Johannes der Täufer tätig und übernimmt nun den Pfarrverband Bergen, Erlstätt, Grabenstätt und Vachendorf.

Mit guten Worten und einigen Geschenken dankten die Verantwortlichen der Pfarrei dem scheidenden Pater Andrei, der sich in vielerlei Hinsicht für Kammer engagiert hatte.

„Diese drei Jahre sind
schnell vergangen“

„Diese drei Jahre sind schnell vergangen“, betonte er in seiner kurzen Ansprache im Anschluss an den Gottesdienst. „Ich werde euch und die gesamte Pfarrgemeinde Kammer in freudiger Erinnerung behalten.“ Dabei griff er auch einige Ereignisse, wie einen Ausflug in den Märchenpark im Rahmen der Vorbereitung zur Erstkommunion oder eine Fahrt mit den Ministranten nach Rom, heraus.

Für einen Lacher sorgte er mit seiner Aussage „Zum Glück ist Grabenstätt nicht bei Berlin, sondern ebenfalls am Chiemsee gelegen“ und reagierte damit auf die Ansprachen der Gemeindereferentin Monika Angerer, der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Vera Reischl sowie dem Ministranten Felix Zeiser. Alle drei Redner betonten, dass Pater Andrei auch in Zukunft ein gern gesehener Gast in der Pfarrei sei.

Anfangsprobleme
mit dem Dialekt

Monika Angerer blickte ebenfalls auf die vergangenen Jahre zurück. Pater Andrei hatte am 1. Oktober 2022 seinen Dienst in der Stadtkirche angetreten, seine erste Heilige Messe feierte er nur einen Tag später in Kammer. „Im Rahmen dieses Gottesdienstes durfte ich auch die offizielle Urkunde des Bischofs zur Versetzung nach Traunstein verlesen“, erinnerte die Gemeindereferentin. Gleichzeitig berichtete sie mit einem Augenzwinkern an einen „Moment des Frustes“. Nach dem die Kirchengemeinde im Rahmen des Gottesdienstes zum Lied „Gott hat alles recht gemacht“ eingestimmt und dabei einen Jodler eingebaut hatte, „hast du nach den ersten Takten das Gotteslob zur Seite gelegt und gesagt: ‚Ich habe die falsche Sprache gelernt. Ich habe Deutsch gelernt und hier spricht man Bairisch“.

Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Vera Reischl sagte: „Du warst immer nah am Menschen und konntest Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern.“ Gerade die Begleitung der Kommunionkinder habe dem Pater am Herzen gelegen. Dies sei stets „ein schöner Ausdruck für deine Liebe zu den Menschen in der Pfarrei“ gewesen. Mit einer Erinnerungstasse als kleines Dankeschön brachte sie ein „Vergelt’s Gott“ der Pfarrei Kammer zum Ausdruck.

Möglichkeit zum
persönlichen Abschied

Oberministrant Felix Zeiser nutzte als letzter Redner die Möglichkeit, sich für das Wirken von Pater Andrei mit einem Abschiedsgeschenk der Ministranten zu bedanken. Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgten Susanne Pohl und Petra Schmalzbauer. Die diesjährigen Kommunionkinder hatten zum Abschluss ein Lied für den Geistlichen einstudiert und gaben es zur Freude aller Gottesdienstbesucher zum Besten.

Anschließend folgten viele Gottesdienstbesucher der Einladung zum Stehempfang und nutzten im Pfarrheim die Möglichkeit, sich persönlich von Pater Andrei Mirt zu verabschieden. Einige Mitglieder des Pfarrgemeinderates und der Frauengemeinschaft hatten dazu ein kleines Buffet vorbereitet. In geselliger Runde verbrachte man zusammen noch einige Zeit und tauschte dabei so manche Erinnerung aus.

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