Marquartstein – „Musik und Poesie“ war jüngst der Titel einer Lyrik-Matinee im Treffpunkt M in Marquartstein. Geladen hatten Inge und Hans Leonhardt sowie Katharina Elisabeth Brandl als „Trio Wunderort“.
Der Einstieg von Katharina Elisabeth Brandl war das Gedicht von Christian Morgenstern „Eins und alles“ als Erinnerung an Giga von Smiechowski aus Marquartstein, mit der sie eine Reminiszenz verband. Brandl erzählte, dass Giga von Smiechowski in Südamerika Straßenkindern in den Favelas das Geigespielen beigebracht hatte. Musikalisch ging es weiter mit Wolfgang Amadeus Mozart und seinen Werken, die er bereits als Kind komponiert hat. Hans Leonhardt spielte Geige und die beiden Damen Flöte. Inge Leonhardt fragte sich „Was ist Poesie?“ und zog dazu ein Gedicht von Friedrich Schiller heran: „Das Mädchen aus der Fremde“. Sie meinte, dass hier eine Ebene geschaffen werde, die über den Worten schwebe, eine Bilderwelt. So könne das Gedicht als eine Allegorie auf die Poesie interpretiert werden, das die Herzen der Menschen für die Liebe öffnet.
Hans Leonhardt fragte: „Was ist das Geheimnis der Musik von Mozart, warum sind so viele Menschen von seiner Musik fasziniert?“ Er vertrat dazu die These, dass der Vater Leopold Mozart den Grundstein gelegt hatte in der frühen Förderung der besonderen Talente seiner Kinder.
Katharina Elisabeth Brandl berichtete, wie ihr musikalischer Weg zur Flöte führte, der über die Flüchtlingsbetreuung begann und in der eigenen Ausbildung an der Flöte bei Inge Leonhardt mündete.
Der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart wurde mit einem leichten Andantino verabschiedet. Hans Leonhardt wandte sich anschließend dem Komponisten Georg Friedrich Händel zu und verband mit ihm den Gedanken an Europa als ein Klang von verschiedenen Tänzen und dem Wunsch, dass Europa sich auf seine Musik besinnen möge als die Quelle für wahres Leben.
Es war der erste öffentliche Auftritt des „Trio Wunderort“, weitere sollen folgen. wun