Zufriedenheit und Dankbarkeit prägen Eheglück

von Redaktion

Barbara und Manfred Kluger feiern diamantene Hochzeit

Chieming – Am 3. September 1965 haben sich die Wahl-Chieminger Barbara Lansky und Manfred Kluger in Rohr im niederbayerischen Landkreis Kelheim standesamtlich das Jawort gegeben, tags darauf haben sie sich in der Stiftskirche des Benediktinerklosters Rohr die lebenslange Liebe und Treue versprochen. Barbara war damals 18 Jahre alt, Manfred vier Jahre älter.

Ihre Liebesbeziehung begann im Johannes-Nepomuk-Gymnasium des Rohrer Klosters, wo Barbaras Vater als Kunsterzieher tätig war. Der als Schüler in Evenhausen bei Wasserburg wohnhafte Manfred war Internatsschüler in der Schule. Manfred Kluger begann nach dem Abitur 1963 sein Studium an der Pädagogischen Hochschule in München für das Lehramt des Grund- und Hauptschullehrers. 1966 nahm der Pädagoge seine erste Stelle an der Hauptschule in Trostberg an, danach kam er nach Tacherting, wo er zunächst zehn Jahre an der Grundschule unterrichtete. Es folgten weitere zehn Jahre, in denen Kluger daneben Seminarrektor in der Lehrerausbildung in Altötting war, anschließend übernahm der Pädagoge für 25 Jahre als Rektor die Schulleitung in Tacherting bis zu seiner Pensionierung 2011.

Das Familienglück vervollständigte in den 1970ern die Geburt von Sohn Patrick und Tochter Tatjana, die das Jubelpaar zu Großeltern von mittlerweile zwei Enkeln machten.

Auf das Rezept für ihre langjährige funktionierende Ehe angesprochen, sagt Barbara Kluger: „Alles ganz normal bei uns. Wir können streiten und vertragen uns gleich wieder.“ Und Manfred fügt hinzu: „Meine Schwiegermama hat uns auf den Weg mitgegeben, dass zwei Dinge wichtig sind: Zufriedenheit und Dankbarkeit. Das hat bei uns immer eine große Rolle gespielt.“

Manfred Kluger hat zwischen 2017 und 2023 drei Bücher geschrieben, in denen er die Quintessenz seines Lebens zusammenfasst: „Geschichten aus dem Chiemgau – rund ums Bayerische Meer“ in zwei Bänden und „Diridari, do war i – G’schicht’n aus dem Chiemgau“. Auf einem Buchcover steht ein Lieblingsspruch Klugers: „Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens.“ Aus seiner Zeit als Pädagoge hat Manfred Kluger drei Bereiche verinnerlicht, die er auch in seinen Büchern thematisiert: Dialektpflege und Heimatkunde, seine Liebe zum Werken und der Kunsterziehung und seine pädagogische Auffassung. Mit Humor und Verständnis Kindern begegnen und konsequent in Disziplin und Arbeitshaltung bleiben.

Dass Manfred Kluger ein begabter Künstler ist, belegen einige großformatige Gemälde von ihm, die er in seiner Wohnung aufgehängt hat. Ihre Freizeit hat Familie Kluger seit den 1970er-Jahren bis vor drei Jahren gerne am Campingplatz in Chieming verbracht. Auch Wandertouren, Schwammerlsuchen, Skilanglauf, Skifahren, Snowboarden und Surfen mit ihren Kindern gehörten zum Jahresablauf, an die sich das Ehepaar gerne erinnert. Vor acht Jahren zogen die Klugers von ihrem langjährigen Wohnort Tacherting in ihre Wahlheimat um. „Hier leben wir wie im Paradies, wo wir uns wohlfühlen. Und wo man sich wohlfühlt, da ist Heimat. Wir können zu Fuß den Chiemsee erreichen, haben Blick auf die Berge und die Nachbarn im Ort gehen sehr liebevoll mit uns um“, sagt Barbara Kluger, die sich mit Hingabe um ihren erkrankten Mann kümmert. Zu ihrem 60. Hochzeitstag hat sich das Ehepaar selbst mit einem Strauß weißer und roter Rosen beschenkt, die auf dem Wohnzimmertisch stehen. In seinem letzten Buch schrieb Manfred Kluger vor zwei Jahren Gedanken zu seinem 80. Geburtstag auf: „Ich möchte mit Menschen leben, die menschlich sind. Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die es verstehen, die Herzen anderer zu berühren (dies gilt auch für mich selbst). Menschen, die durch die Schläge des Lebens lernten, durch sanfte Berührungen der Seele zu wachsen.“ In der Begegnung mit dem Jubelpaar kam zum Ausdruck, dass sie diese Sätze im Leben verwirklichen und dadurch eine tiefe Liebe und Beziehung der beiden zueinander gewachsen ist und besteht. zaa

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