Einer rauscht durch Rettungsgasse

von Redaktion

Elf Personen bei Unfall auf A8 unverletzt – Kinder von Feuerwehr getröstet

Übersee – Am Sonntagabend, gegen 21.30 Uhr, wurde die Feuerwehr Übersee zusammen mit dem Rettungsdienst und der Polizei aufgrund eines automatischen Notrufsystems (eCall) zu einem Auffahrunfall auf die Autobahn in Fahrtrichtung München alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass drei Fahrzeuge im dichten Rückreiseverkehr aufeinander gefahren waren. Insgesamt befanden sich elf Personen in den beteiligten Fahrzeugen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Einsatzleiter Georg König von der Feuerwehr Übersee betonte, dass neben der Absicherung der Unfallstelle die Sichtung aller Insassen und die Prüfung auf mögliche Verletzungen oberste Priorität hatten. Die Autobahn war anfangs komplett gesperrt.

Nach der Erstkontrolle durch die Sanitäter der Feuerwehr wurden alle Personen zusätzlich von den Besatzungen der alarmierten Rettungswagen und einem Notarzt untersucht. Alle Betroffenen kamen mit dem Schrecken davon und benötigten keine weitere Behandlung. Besonders erfreulich war, dass die Feuerwehr den ersten Schreckmoment bei zwei Kindern mit einem Plüsch-Feuerwehrdrachen lindern und sogar für ein Lachen sorgen konnte, wie Georg König im Nachgang des Einsatzes berichtete. Die Vollsperrung der Autobahn konnte nach etwa 30 Minuten aufgehoben werden. Anschließend wurde der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Zur endgültigen Freigabe der Autobahn wurde die Autobahnmeisterei hinzugezogen. Eines der drei Fahrzeuge musste abgeschleppt werden, während die anderen beiden ihre Fahrt fortsetzen konnten. Die Feuerwehr konnte keine Angaben zur Höhe des entstandenen Sachschadens machen.

Die Polizei hat den Unfall aufgenommen. Die Feuerwehr Übersee war mit etwa 25 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen vor Ort. Die Helfer unterstützten zudem die Aufräumarbeiten und leuchteten die Unfallstelle aus. Nach rund zwei Stunden konnten alle Maßnahmen abgeschlossen und der Einsatz beendet werden. Die Rettungskräfte lobten die vorbildlich gebildete Rettungsgasse, die es ihnen ermöglichte, die Einsatzstelle problemlos zu erreichen. Allerdings missbrauchte ein Fahrzeuglenker die Rettungsgasse, indem er einem anrückenden Feuerwehrfahrzeug mit seinem Privatwagen folgte. Er wurde angezeigt und kann mit einem Bußgeld, Punkten in Flensburg und einem Fahrverbot geahndet werden.

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