Inzell – In seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause befasste sich der Inzeller Gemeinderat mit den Gebühren für die öffentlichen Parkplätze in der Schmelz und in Adlgaß. Das Gremium beschloss eine moderate Anhebung, wobei die Parkgebühren im regionalen Vergleich weiterhin günstig bleiben. Zuvor wurden Vergleiche mit anderen Kommunen angestellt.
Vergleich mit
anderen Kommunen
Bereits im Mai 2021 hatte die Gemeinde eine Parkgebührenordnung für die Wanderparkplätze in der Schmelz und in Adlgaß erlassen. Diese sah Gebühren von drei Euro für bis zu drei Stunden Parkdauer und sechs Euro für mehr als drei Stunden vor. Eine Mehrtageskarte kostete sechs Euro pro Tag, die Jahreskarte war für 20 Euro erhältlich. Nun stand zur Debatte, zumindest die Gebühr für die Jahresparkkarte zu überprüfen. Als Vergleich dienten die Preise anderer Gemeinden: Ruhpolding verlangt beispielsweise 120 Euro (mit Bürgerkarte 100 Euro), Berchtesgaden 80 Euro (für zwei Autos, 14 Monate), Reit im Winkl und Ramsau jeweils 40 Euro und Chieming 60 Euro. Der Gemeinderat wurde um eine Entscheidung gebeten, ob der Preis für die Jahresparkkarte zum 1. Januar 2026 angepasst werden soll und wenn ja, auf welchen Betrag.
Im Vorfeld hatten die einzelnen Fraktionen die Situation beraten und waren mehrheitlich der Ansicht, dass die Tagespreise beibehalten und lediglich die Jahreskarte moderat angehoben werden sollte. Lediglich die Junge Liste sprach sich für eine Erhöhung der Tagesgebühren aus, um die Gemeindekasse aufzufüllen.
Richard Hütter (Bürger für Inzell) erinnerte daran, dass die günstigen Jahreskarten ursprünglich eingeführt wurden, um den Einheimischen entgegenzukommen, und plädierte dafür, den Preis von 20 Euro beizubehalten. Andreas Panitz wies auf die Notwendigkeit hin, bargeldlose Zahlungsmöglichkeiten anzubieten. Geschäftsleiter Walter Neudecker erklärte jedoch, dass die Verbindung für die „Parkster App“ in Adlgaß zu schlecht sei, um sie dort nutzen zu können. Allerdings stehen in Adlgaß zwei Kassenautomaten mit Kartenzahlung (und Bargeld) auf der rechten Seite in Richtung Adlgaß sowie zwei reine Bargeldautomaten (linke Seite) zur Verfügung. Der Gemeinderat einigte sich darauf, die Bezahlmöglichkeiten gut sichtbar zu kennzeichnen. Rainer Tobsch (Bürger für Inzell) merkte an, dass die Ausstiegsmöglichkeiten für Rollstuhlfahrer in Adlgaß nicht optimal seien und diesbezüglich Verbesserungen vorgenommen werden sollten.
Tagestickets
bleiben unverändert
Nach kurzer Diskussion beschloss der Rat, die Gebühren für die Tagestickets unverändert zu lassen (eine Gegenstimme). Die Abstimmung über die Jahreskartenpreise fiel weniger eindeutig aus. Acht Räte stimmten für eine Anhebung von 20 auf 30 Euro, während fünf dagegen waren. Somit wird die Jahreskarte für die Wanderparkplätze in Inzell (Schmelz und Adlgaß) ab dem 1. Oktober 2026 nun 30 Euro kosten.