Saisonabschluss mit Herz und Harmonie

von Redaktion

Musikkapelle Wössen als unverrückbare Säule des Dorflebens – Musikalischer Querschnitt durch Tradition und Moderne

Unterwössen – Mit einem kraftvollen Akkord und dem ersten Takt von „Salemonia“ eröffnete die Musikkapelle Wössen ihr Saisonabschlusskonzert. Die Achentalhalle in Unterwössen war gut besucht, und das Publikum setzte sich aus Stammgästen, Familienmitgliedern, Angehörigen der Musikanten sowie Urlaubern zusammen. Unter der Leitung von Rupert Fladischer und der humorvollen Moderation von Peter Kurfer bot das Konzert ein abwechslungsreiches musikalisches Programm, das durch Redebeiträge von Bürgermeister Ludwig Entfellner und dem Vorsitzenden der Musikkapelle, Edi Ager, ergänzt wurde. Bürgermeister Entfellner nutzte seine Rede, um zum Besuch der Musikveranstaltungen aufzurufen. Er betonte, dass ein guter Besuch ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Musikanten sei und erinnerte an die zahlreichen Auftritte der Musikkapelle im Laufe des Jahres sowie an die vielen Stunden der Proben- und Organisationsarbeit. „Erhaltet das, es sind wichtige Faktoren in der Dorfgemeinschaft“, so Entfellner und hob hervor, dass die Kapelle nicht nur musikalisch, sondern auch kulturell und sozial eine tragende Säule des Dorflebens darstelle. Er lobte zudem die harmonische Übergabe des Dirigentenstabs von Martin Nieß an Rupert Fladischer und bedankte sich bei allen Beteiligten für ihr Engagement.

Auch Edi Ager, der Vorsitzende der Musikkapelle, bedankte sich beim Publikum für die Unterstützung: „Ohne euch gäbe es die Musikkapelle Wössen nicht.“ Er blickte auf ein intensives Jahr mit zahlreichen Auftritten zurück, vom Starkbierfest bis zu den Standkonzerten. Ager dankte der Gemeinde Unterwössen, den Helfern von Bauhof und Tourist-Information sowie den Partnern der Musikanten, ohne deren Unterstützung das Hobby in diesem Umfang nicht möglich wäre. Als Zeichen der Anerkennung verteilten die Marketenderinnen Rosen an die Partner.

Musikalisch eröffnete das Konzert mit dem kraftvollen Konzertmarsch „Salemonia“ von Kurt Gäble, gefolgt von der Polka „Im Wäldchen“. Die böhmisch-mährische Komposition von Karel Sejk, arrangiert von Franz Bummerl, überzeugte mit rhythmischer Leichtigkeit.

Ein Höhepunkt des Konzerts war die Choralmelodie „Von guten Mächten“, dem vertonten Gedicht von Dietrich Bonhoeffer. Peter Kurfer fand die passenden Worte zur Einstimmung, und das Blasorchester präsentierte eine warme, getragene Interpretation, die das Publikum sichtlich berührte.

Den musikalischen Schlusspunkt setzte die Polka „Abel Tasman“ von Alexander Pfluger, die das Publikum auf eine musikalische Entdeckungsreise mitnahm. Als Zugabe erklang „Bis bald, auf Wiedersehn“.

Der Applaus war lang und herzlich. Doch die Saison ist nicht das Ende, wie Vorsitzender Ager betonte. Am 14. November findet der Böhmische Abend statt, das Jahreskonzert der Musikkapelle. Und bereits am kommenden Sonntag, 21. September, steht ein Standkonzert zum Schafabtrieb an.

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