Weiher-Rettung in Hub gelungen

von Redaktion

Fördermittel-Kürzung stoppt allerdings weitere Projekte

Prien – Der Landschaftspflegeverband Rosenheim (LPV Rosenheim) hat mit Unterstützung von Fördermitteln des bayerischen Umweltministeriums und einem beachtlichen Eigenanteil im Winter 2024/2025 einen versumpften Löschweiher in der Nähe des Weilers Hub revitalisiert. Der Weiher, der zuvor biologisch nahezu tot war, wurde entlandet, abgedichtet und von Baumaufwuchs befreit. Die Arbeiten gestalteten sich aufgrund fehlender Zufahrtswege und des unwegsamen Geländes schwierig und erforderten den Einsatz eines Schreitbaggers.

Bereits im Sommer 2025, nur ein halbes Jahr nach Abschluss der Arbeiten, zeigte sich der Erfolg der Maßnahme deutlich: Eine vielfältige Flora und Fauna hatte sich angesiedelt, darunter Ringelnattern, Bergmolche, verschiedene Libellenarten, eine reichhaltige Schneckenfauna, Unterwasserpflanzen wie Armleuchteralgen und Rauhes Hornblatt sowie der stark gefährdete Zungen-Hahnenfuß. Durch die Entlandung wurden jedoch auch Nährstoffe freigesetzt, die das Wachstum von Grünalgen und Kanadischer Wasserpest begünstigen. Es wird erwartet, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis sich unter dem Einfluss des Sonnenlichts, das nun durch die Entfernung der Bäume den Weiher erreicht, ein stabiles ökologisches Gleichgewicht einstellt. Der LPV Rosenheim dankt allen Beteiligten, insbesondere den Eigentümern, die diese Maßnahme ermöglicht haben.

Die Freude über den Erfolg wird jedoch getrübt durch drastische Kürzungen der Naturschutzfördermittel durch das Bayerische Umweltministerium. Dies führt dazu, dass der LPV Rosenheim bis auf Weiteres keine weiteren Stillgewässer für Amphibien und andere Tiere wiederherstellen kann. Um die wichtige Arbeit für die Kulturlandschaft, den Erhalt der Artenvielfalt und den damit verbundenen kooperativen Naturschutz fortsetzen zu können, ist der Verband auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

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