Schleching – Der Gemeinderat Schleching befasste sich jüngst mit verschiedenen Themen von kommunaler Bedeutung.
Ein zentraler Punkt war die Nutzung des neuen Turnraums in der Grundschule. Während Vereine und Ehrenamtliche den Raum weiterhin unentgeltlich nutzen dürfen, soll für gewerbliche Nutzer, die mit ihren Kursen Einnahmen erzielen, eine Gebühr erhoben werden.
Jahrespauschale
von 400 Euro
Die Verwaltung hatte sich zuvor in umliegenden Gemeinden über mögliche Modelle informiert. Elfie Bachmann (UBS) plädierte dafür, die Gebühren niedrig zu halten, um das Kursangebot in Schleching nicht zu gefährden und möglicherweise sogar zu erweitern.
Johanna Detsch von der Verwaltung empfahl eine einheitliche Jahrespauschale. Der Rat folgte diesem Vorschlag und beschloss einstimmig eine Gebühr von zehn Euro pro Kurs, was bei etwa 40 Wochen im Jahr einer Jahrespauschale von 400 Euro für gewerbliche Nutzer entspricht.
Ein weiterer Beschluss betraf die Verabschiedung einer neuen Stellplatzsatzung. Hintergrund ist der Wegfall der staatlichen Stellplatzpflicht zum 1. Oktober. Um auch in Zukunft die Stellplatzsituation in der Gemeinde zu regeln, wurde die Satzung vom Landratsamt geprüft, angepasst und nun vom Gemeinderat einstimmig beschlossen. Die Satzung legt Stellplätze wie folgt fest: zwei Stellplätze für ein Einfamilienhaus, 1,5 Plätze für ein Mehrfamilienhaus bis 70 Quadratmeter Wohnfläche und zwei Stellplätze je Wohnung für andere Wohngebäude.
Bürgermeister Josef Loferer (CSU) informierte den Rat über die Haushaltsabrechnung der Awo für den Kindergarten und Waldkindergarten. Erfreulicherweise konnte das Defizit deutlich verringert werden. Für den Kindergarten war im Haushaltsplan ein Defizit von rund 92500 Euro eingeplant, die Abrechnung für das Jahr 2024 ergab jedoch nur 70500 Euro. Beim Waldkindergarten sank das geplante Defizit von 46000 Euro auf rund 21000 Euro. Durch den Vertrag über einen Defizitausgleich mit der Awo liegt der tatsächliche Betrag bei rund 16600 Euro.
Ein dringendes Problem wurde in Ettenhausen thematisiert. Anwohner der Schlechinger Straße hatten sich über Überschwemmungen bei Starkregenereignissen beschwert. Im Bereich der Einmündung Achenfeldweg wird regelmäßig der Schachtdeckel des Regenwasserkanals herausgedrückt, wodurch das Wasser unkontrolliert abfließt. Anwohner behelfen sich seit Jahren mit Sandsäcken, um Schäden an ihren Grundstücken zu verhindern. Die Verwaltung hat sich die Situation vor Ort angesehen.
Johanna Detsch erläuterte, dass der Regenwasserkanal im Zuge der Dorferneuerung neu gestaltet wurde. Laut den Bauplänen, die Peter Oster angefordert hatte, endet der Kanal auf Höhe Achenfeldweg 2a ohne Notüberlauf. Die ursprüngliche Planung aus dem Jahr 2008 sah vor, dass das Regenwasser durch Sickerrohre versickert. In der Praxis funktioniert dies jedoch nicht. Das Wasser schießt abwärts und tritt am Schachtdeckel aus. Erst im Einmündungsbereich zur Achenfeldstraße gibt es ein separates Regenwassersystem mit Entwässerung ins Achenfeld.
Um die Situation zu verbessern, sollen neue Sickerrohre an das zweite Entwässerungssystem angeschlossen werden. Hierfür sollen der Gehweg aufgegraben und mit Kernbohrungen eine Verbindung zu den Schächten hergestellt werden, um so eine Notentwässerung ins Achenfeld zu gewährleisten. Da es sich um eine außerplanmäßige Maßnahme handelt, ist im Haushalt kein gesonderter Ansatz vorgesehen. Nach Rücksprache mit der Kämmerei können jedoch Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer verwendet werden.
Zu viel Wasser
in Ettenhausen
Ein Angebot der Firma Dirnhofer liegt vor. Unter Berücksichtigung der Kosten von rund 25000 Euro brutto kann die Maßnahme freihändig vergeben werden, was angesichts der fortgeschrittenen Jahreszeit von Vorteil ist. Ein weiteres Zuwarten sei gegenüber den Anwohnern nicht zu verantworten, so Johanna Detsch. Die Bauzeit wird auf drei Tage geschätzt. Durch die Unterstützung des gemeindlichen Bauhofs können die Kosten erheblich reduziert werden. Der Gemeinderat beschloss einstimmig die sofortige Durchführung der Maßnahme.