Brandschutz zwingt zum Umbau

von Redaktion

Oldenburg GmbH investiert in Sicherheit und den Standort Chieming

Chieming – Der Chieminger Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig die Änderung des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Egerer I“ für drei Grundstücke der Oldenburg Kunststoff-Technik GmbH & Co. KG befürwortet. Gemeinderat Martin Pauli (CSU), der als Geschäftsführer der Oldenburg GmbH tätig ist, war von der Abstimmung ausgeschlossen.

Gesicherte
Wettbewerbsfähigkeit

Grundlage für den Beschluss bildeten Antragsunterlagen vom August sowie eine Vorhabensbeschreibung vom Mai 2025. Die Kosten für das Bauleitplanverfahren trägt der Antragsteller. Bürgermeister Stefan Reichelt (CSU) erklärte, dass dies vor allem die Kosten für die Bebauungsplanänderung betreffe.

Hintergrund der Änderung sind Vorgaben des Brandversicherers sowie die Notwendigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit im Bereich Kunststofftechnik zu sichern. Die geplanten Maßnahmen umfassen den Ausbau des Brandschutzes, die Optimierung von Lager- und Verladebereichen sowie die Schaffung zusätzlicher Stellplätze für Mitarbeiter.

Eine Übersicht der Baumaßnahmen zeigte fünf Bauvorhaben. Dazu gehören die Installation einer unterirdischen Sprinkleranlage zur Erfüllung der Versicherungsauflagen sowie der Bau einer seitlich offenen Verladeüberdachung in Stahlbauweise, die an das bestehende Hallensystem angepasst wird. Geplant sind außerdem der Neubau eines Zwischenbaus von zwei Hallen für Lagerzwecke, eine Verladeüberdachung auf der Nordwestseite, die Verlängerung eines Kragarmregals entlang der Staatsstraße 2095 zur Erweiterung der Lagerkapazitäten, der Bau zusätzlicher Kragarmregale, die Schaffung neuer Parkflächen für Mitarbeiter sowie die Ertüchtigung der Feuerwehrumfahrung.

Die neuen Grundflächenzahlen werden mit 0,56 beziehungsweise 0,92 angegeben. Laut Reichelt sind diese Werte vorläufig und werden durch einen Vermesser exakt bestimmt. Die seitlichen Wandhöhen orientieren sich am Bestand, während die Nutzung unverändert bei der Produktion, Konfektion, Lagerung und Verladung von Polyethylen-Folien bleibt. „Da die Baugrenzen der Bebauungspläne von 2008 und 2017 teilweise überschritten werden, ist eine Gesamtüberplanung von Werk III sinnvoll“, so Reichelt. Er gab Martin Pauli die Möglichkeit, sich zu der Bebauungsplanänderung zu äußern. Pauli erklärte, dass die Sprinkleranlage von der Brandschutzversicherung gefordert werde. Die Brandschutzauflagen für kunststoffproduzierende Betriebe seien besonders hoch, auch wenn die örtliche Feuerwehr bereits ein Löschkonzept erstellt habe, wie im Fall der Oldenburg GmbH.

Starker Brandschutz
für Kunststoff

Zweiter Bürgermeister Markus Brunner (UW) beendete die Diskussion mit dem Hinweis, dass man sich nicht wundern dürfe, wenn ein solcher Betrieb den Wirtschaftsstandort Deutschland verlasse.

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