Prien – Andreas Standl konnte seinen 90. Geburtstag feiern, zu dem ihm der Dritte Bürgermeister Martin Aufenanger im Namen der Gemeinde herzlich gratulierte. Der gebürtige Priener berichtete, dass er 1935 in Leiten bei Prien zur Welt kam. Seine Eltern waren der Bundesbahnbeamte Andreas Standl und Rosa Eichtmayer, eine Müllerstochter aus Bach bei Prien.
Ausbildung
zum Automechaniker
„Meine Eltern bauten noch vor dem Zweiten Weltkrieg ein Haus in der Rosenstraße in Prien, wo ich behütet aufwuchs und zur Schule ging“, erzählte Standl. Mit 14 Jahren begann er eine Ausbildung zum Automechaniker, eine Fähigkeit, die ihm später bei der Gründung seines Taxiunternehmens im Alter von 20 Jahren sehr zugutekam. „Das Unternehmen war mein Leben, dem ich 60 Jahre lang verbunden war – erst mit 80 Jahren ging ich in den Ruhestand“, blickte der Jubilar zurück. Im Jahr 1963, mit 29 Jahren, lernte er seine Frau Annemarie bei einer Taxifahrt nach Aschau im Chiemgau kennen und heiratete sie später. „Meine liebe Frau war die freundliche Stimme im Taxi-Unternehmen“, erinnerte er sich. Gerne unternahm die Familie mit ihren vier Töchtern Ausflüge mit dem eigenen Elektroboot auf dem Chiemsee. Ihre Urlaube verbrachten sie am Gardasee und in der Freizeit gingen sie begeistert auf die Kampenwand zum Skifahren.
Schwimmen
im Chiemsee
„Leider ist meine Frau Annemarie, die im gleichen Alter war wie ich, während der Corona-Pandemie verstorben – das schmerzt mich noch immer sehr“, so Standl. Seine Freizeit verbringt er nun im Sommer mit Schwimmen im Chiemsee. Ansonsten sitzt er gerne in Prien vor der Taufkapelle auf einer Bank, beobachtet das Treiben und freut sich über Gespräche mit Einheimischen und Urlaubsgästen. wp