Traunstein – Mit der Einweihung ihres neuen Hauptgebäudes hat die „MaxSolar“ ein deutliches Bekenntnis zum Standort Traunstein abgelegt. 2009 als Start-up im Bereich Solarenergie gegründet, gehört das Unternehmen heute zu den bundesweit führenden Innovatoren im Bereich „Erneuerbarer Energien“. Von 2013 bis zum vergangenen Jahr wuchs die Zahl der Mitarbeiter von fünfzehn auf 370. Dem ursprünglichen Unternehmenssitz in Wolkersdorf folgten inzwischen weitere Standorte in München, Hamburg, Berlin und im niederbayerischen Hebertsfelden.
100 Gäste
feiern mit
Zusammen mit 100 Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft, von der Unternehmensgruppe Hartinger aus Rosenheim als Investor sowie den am Bau beteiligten Unternehmen weihte Geschäftsführer Christoph Strasser zusammen mit Investor Michael Hartinger das neue Bürogebäude ein.
Die Bauzeit lag bei 18 Monaten. Das Haus schafft auf vier Etagen rund zweihundert neue Arbeitsplätze. Im Erdgeschoss ist zudem ein „Coworking Space“ entstanden, mit dem unter anderem die Brücke zu Studenten auf dem in Bahnhofsnähe entstehenden Campus Chiemgau geschlagen werden soll. Dazu kommt vor dem Gebäude eine halböffentliche Ladeinfrastruktur für E-Autos mit fünf Schnellladern mit mehr als 150 Kilowatt Leistung und 27 AC-Ladern, die auch Bürgern zur Verfügung steht.
Mit dem neuen Bürogebäude am Bahnhof verändere sich das Stadtbild dort „deutlich zum Positiven“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer in seinem Grußwort. Der neue Unternehmenssitz von MaxSolar stärke zudem „als starkes Zeichen unternehmerischen Geistes“ Traunstein als Wirtschaftsstandort, was sich nicht zuletzt auch generell in einem Anstieg der Gewerbesteuer widerspiegele. Als ermutigendes Symbol der Selbstbehauptung und Wehrhaftigkeit auch in wirtschaftlich turbulenten Zeichen überreichte Hümmer Strasser ein aus Stahl gefrästes Relief der Traunsteiner Landsknechte. Die guten Rahmenbedingungen „in einer der wirtschaftlich stärksten Regionen Bayerns“ und den unternehmerischen Mut hob der Stimmkreisabgeordnete Konrad Baur in seiner Rede hervor.
Investor Michael Hartinger ging auf die „beispielgebende Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft“ bei der Unterstützung und Realisierung des Projekts in Rekordzeit ein. Mit dem neuen Firmensitz der „MaxSolar“ und dem Bürogebäude daneben hat er mit seiner Hartinger Unternehmensgruppe aus Rosenheim bereits das zweite Projekt in der Chiemgau-Metropole verwirklicht. Architekt Johannes Romstätter beleuchtete die Besonderheiten der Planung und überreichte den Schlüssel für den neuen Hauptsitz von „MaxSolar“.
Geschäftsführer Christoph Strasser lobte das neue Gebäude und den Bergblick von der Dachterrasse, „der sich wie Urlaub anfühlt“. Viele gut qualifizierte Mitarbeiter aus der Region hätten die Standortwahl erleichtert. Die Bahnhofsanbindung sei verkehrsmäßig optimal.
Die Nähe zum Standort der neuen Hochschule des Campus Chiemgau biete für „MaxSolar“ als innovatives Unternehmen sehr gute Anknüpfungspunkte. Deshalb habe man einen Coworking-Bereich miteingeplant, der jungen Start-ups zugutekommen soll. Nach dem Beginn als Start-up habe „MaxSolar“ heute mit Investitionen in Millionenhöhe und der inzwischen vierten Auszeichnung als TOP-Innovator im Rahmen des Deutschen Mittelstands-Summit im Juni seine Kompetenz für Zukunftsfragen unter Beweis gestellt. Auch regional gebe es inzwischen zahlreiche Anknüpfungspunkte zur innovativen Lösung von Energiefragen für Unternehmen. Nicht zuletzt deshalb habe man vergangenes Jahr das Tochterunternehmen „EnergyPartners“ gegründet.
Der Bau des neuen Gebäudes hat acht Millionen Euro gekostet. Über drei Millionen Euro hat die „MaxSolar“ selbst in den Ausbau des Standorts investiert. Dazu gehört unter anderem auch die Konzeption einer neuartigen Fassaden-Photovoltaikanlage mit integrierten Modulen. Diese liefert eine Leistung von 20 Kilowattpeak, ergänzend zur Solaranlage auf dem Dach mit rund 30 Kilowattpeak.
Sektorübergreifende
Energiekonzepte
Die 2009 gegründete „MaxSolar“ entwickelt sektorübergreifende Energiekonzepte und deckt dabei die gesamte Wertschöpfungskette der Erneuerbaren Energien ab – von der Entwicklung, Planung und Installation bis zum Betrieb der Anlagen. Durch die Kombination von Photovoltaik, Windenergie, Speicherlösungen, Elektromobilität und Wärmeversorgung entstehen innovative Konzepte, die alle Sektoren intelligent miteinander vernetzen.