Bernau – Der Gemeinderat Bernau hat dem Antrag der Aldi Süd Immobilienverwaltungs-GmbH & Co. oHG zugestimmt, die Verkaufsfläche eines bestehenden Marktes von 900 auf 1150 Quadratmeter zu erweitern. Dies soll durch die Umnutzung eines Lagerbereichs in eine zusätzliche Verkaufsfläche geschehen. Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU) informierte im Vorfeld über das Vorhaben. Der Vorhaben- und Erschließungsplan „Irschen – Chiemseestraße Nord“ weist das Gebiet derzeit als Gewerbegebiet aus. Für die Erweiterung ist kein Neubau notwendig, jedoch bedarf es einer Änderung des Flächennutzungsplans, um das Areal als Sondergebiet auszuweisen. Biebl-Daiber erläuterte, dass bereits vor einiger Zeit ein Bauantrag zur Lagerauflösung und Verkaufsflächenerweiterung bei der Verwaltung eingegangen war. Der Bau- und Umweltausschuss hatte diesem Antrag zunächst zugestimmt, das Landratsamt Rosenheim ihn jedoch abgelehnt und stattdessen eine Änderung des Flächennutzungsplans angeregt.
Franz Praßberger (ÜWG) erkundigte sich, ob die Erweiterung zu mehr Lkw-Verkehr führen würde, was die Bürgermeisterin bestätigte. Sie wies jedoch darauf hin, dass der Lagerraum bereits jetzt gelegentlich als Verkaufsfläche genutzt werde. Matthias Vieweger (CSU) fragte nach, warum eine einfache Umnutzung nicht ausreiche, woraufhin Biebl-Daiber erklärte, dass dies nicht möglich sei.
Josef Genghammer (Grüne) äußerte Bedenken hinsichtlich möglicher Konkurrenz für den lokalen Handel. Bürgermeister Biebl-Daiber entgegnete, dass die Erweiterung laut Aldi Süd primär der Modernisierung diene.
Der Beschlussvorschlag, dem Antrag auf Änderung des Bebauungsplanes und des Flächennutzungsplanes zuzustimmen, fand eine deutliche Mehrheit.
Mit 13:1 Stimmen (Genghammer stimmte dagegen) wurde der Antrag angenommen. Die Kosten für die Änderung trägt der Vorhabenträger beziehungsweise Antragsteller. Die ersten Entwürfe der Änderungen sollen dem Gemeinderat zur Einleitung des Änderungsverfahrens und zur Billigung vorgelegt werden.elk