Grabenstätt – In der jüngsten Gemeinderatssitzung verriet Bürgermeister Gerhard Wirnshofer (BG/FW) unter „Sonstiges und Bekanntgaben“, dass der Abriss des seit 2017 leer stehenden alten Gasthauses zur Post am Grabenstätter Marktplatz unmittelbar bevorstehe. Das Areal ist mittlerweile schon von Bauzäunen umgeben und auch ein Bagger war zuletzt schon an der Nordseite zu sehen. Das Marktplatz-Gebäude war 2021 von der Grassauer Immobilienfirma Wohnlinie GmbH von der Rosenheimer Brauerei Flötzinger gekauft worden.
Charakter soll
erhalten bleiben
Nach einigen Verzögerungen soll nun der Abriss des Hauptgebäudes und der südlich angrenzenden Nebengebäude erfolgen und nachfolgend ein Neubau mit ähnlicher Kubatur entstehen. Auch die charakteristischen Gauben und das große Rundtor im Nordwesten sollen Teil des Neubaus sein. Laut den Planungen sind im Erdgeschoss zwei Gewerbeeinheiten mit 200 beziehungsweise 70 Quadratmetern vorgesehen und in den beiden Obergeschossen sollen elf 50 bis 100 Quadratmeter große Wohneinheiten unterkommen – sieben im ersten und vier im zweiten Obergeschoss.
Um den Charakter des historischen Gebäudes so gut wie möglich zu erhalten, wird man die Wohnungen nur mit kleinen Balkonen versehen. An der Ostseite wird es gar keine Balkone geben. Vorgesehen ist auch ein öffentlicher Durchgang durch das Gebäude und öffentliche Toiletten an dessen Ostseite. Der Zugang zur Grabenstätter Pfarrkirche St. Maximilian bleibt auf jeden Fall barrierefrei.
Unter „Sonstiges und Bekanntgaben“ verwies der Bürgermeister auch noch auf die geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen in der Grabenstätter Hochfellnstraße, die im April 2026 abgeschlossen sein sollen. Begonnen wird im November 2025 mit der Retentionsfläche. Auf die Frage von Franz Kreiler (BG), wer diese Maßnahme umsetze, meinte der Rathauschef, dass gerade die Ausschreibung vorbereitet werde. Auch im Rahmen der Starkregenvorsorge in Marwang geht es voran. Dort sei laut Wirnshofer ein Wall entlang der Max-Buchfellner-Straße vorgesehen, der das Wasser aufstaue und dann kontrolliert in einen Entwässerungsgraben ablaufen lasse.
Erfreulicherweise sind kürzlich vom Landratsamt Traunstein auch einige wichtige Baugenehmigungen erteilt worden, darunter für den Umbau der Mittagsbetreuung in der Grundschule Grabenstätt, die Erweiterung des Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Erlstätt, den Neubau des Hochbehälters für die gemeindliche Wasserversorgung Marwang in Vocking und des dazugehörigen Mischgebäudes an der Straße nach Eggerhausen sowie für die neue Zufahrt zum Kiesabbaugebiet in Kraimoos (Tektur zur Kiesabbaugenehmigung). Letztere soll nun nicht mehr durch den Ortsteil Kraimoos führen, sondern nördlich an der Wohnbebauung vorbei bis zur Kreisstraße TS2. „Wir sind sehr froh, dass man zu dieser Lösung gekommen ist, da das für Kraimoos erheblich weniger Verkehr bedeutet“, betonte Wirnshofer und fügte an: „Wenn alle zusammenhelfen, kann man so etwas erreichen.“ Ein besonderer Dank galt dem Kiesabbauunternehmen Rohrdorfer Sand und Kies GmbH und den Grundstücksbesitzern, die die neue Zufahrtsstraße ermöglicht hatten.
Zuschuss für das
Kirchturmkreuz
Des Weiteren habe das Gremium laut Bürgermeister Gerhard Wirnshofer (BG/FW) beschlossen, die Sanierung des Kirchturmkreuzes in Erlstätt mit einem einmaligen Zuschuss in Höhe von 10000 Euro zu unterstützen. Mit diesen Bekanntgaben wurde die Nichtöffentlichkeit aufgehoben.