Ein Kampfhund kostet bald 1000 Euro

von Redaktion

Gemeinderat der Fraueninsel erhöht Hundesteuer ab Januar deutlich

Fraueninsel – Wer einen sogenannten Kampfhund besitzt und seinen Erstwohnsitz in der Gemeinde Chiemsee hat, muss ab kommendem Januar tief in die Tasche greifen. 1000 Euro Hundesteuer pro Jahr werden fällig, wenn man einen „Kampfhund“ sein Eigen nennt.

Insulaner räumen
für andere Halter auf

Für alle Übrigen gilt ab 2026 ein Steuerbetrag von 60 Euro. Dem Vorschlag der Verwaltung, für jeden weiteren Hund 90 Euro zu verlangen, folgte der Rat nicht. Bürgermeister Armin Krämmer verwies darauf, dass „mehr Hunde auch mehr Belastung“ für die Fraueninsel sei. Helmut Niederschweiberer sah das völlig anders, denn gerade die Insulaner mit Hunden würden oft die Hinterlassenschaften ortsfremder Hunde gleich mit aufsammeln, um die Insel sauber zu halten. In der Landeshauptstadt München ist die Haltung von Kampfhunden der Kategorie 1 gar nicht erlaubt. Für Hunde mit vermuteten Kampfhundeeigenschaften benötigen Halter dort ein sogenanntes Negativzeugnis. Auszug aus der bayerischen „Verordnung über Hunde mit gesteigerter Aggressivität und Gefährlichkeit“: „Bei den folgenden Rassen und Gruppen von Hunden sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden wird die Eigenschaft als Kampfhund stets vermutet: Pitbull, Bandog, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Tosa Inu.“

Potenziell gefährlich

Bei folgenden Rassen wird dies auch angenommen, die Behörden können allerdings davon absehen, wenn für den einzelnen Hund ein entsprechender Nachweis vom Besitzer erbracht werden kann: Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Cane Corso, Dogo Argentino, Dogue de Bordeaux, Fila Brasileiro, Mastiff, Mastín Español, Mastino Napoletano, Perro de Presa Canario, Perro de Presa Mallorquín und Rottweiler.

Artikel 1 von 11