Prien – In der jüngsten Sitzung des Haupt- und Werkausschusses wurde die Umrüstung der Flutlichtanlage des Sportplatzes auf LED thematisiert. Der Punkt war bereits in einer vorherigen Sitzung beraten worden, musste aber aufgrund eines Formfehlers erneut ausgeschrieben werden. Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) informierte, dass dies seit Jahren geplant sei und ein entsprechender Förderbescheid eingetroffen sei.
Laut Friedrich seien fünf Angebote eingegangen. „Die Preise hätten von knappen 74000 Euro bis zu rund 141000 Euro variiert.“ Das wirtschaftlichste Angebot in Höhe von 74256 Euro stamme von der Firma Kandem Leuchten aus Diez an der Lahn.
Angela Kind (Die Grünen) fragte, ob die Leuchten heruntergedimmt werden könnten. Geschäftsleiter Donat Steindlmüller erklärte, dass dies möglich sei und eine Vorgabe für die Förderung darstelle, bei der null Prozent Abstrahlung eingehalten werden müsse. Die großen Preisunterschiede könnten daher rühren, dass die Firma Kandem seit 130 Jahren in der Lampenbranche tätig ist, teilweise selbst produziert und über ein großes Hersteller- und Zulieferer-Netzwerk verfügt. Dadurch könnten sie vermutlich Kosten einsparen, während andere Subunternehmen benötigten.
Peter Fischer (ÜWG) wollte wissen, was mit den alten Strahlern geschehe. Geschäftsleiter Donat Steindlmüller erwiderte, dass man sie auf Gebrauchtwarenmärkten oder beim Zoll anbieten wolle, sofern dies nicht der Förderung widerspreche.
Ulrich Steiner (Die Grünen) fragte, wie viel Strom damit eingespart würde, da dies die Entscheidung für diese Investition erleichtern würde. Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) antwortete, dass dies in der Haushaltsklausur diskutiert worden sei, aber nur die Werte der Kilowattstunde und des Kilowatts vorlägen. „Da es eine Förderung von 65 Prozent gebe, würde es den Markt lediglich 30000 Euro kosten“, so Friedrich.
Das Gremium beschloss einstimmig, den Auftrag an die Firma Kandem zu vergeben. wp