Prien – Die Radwege rund um den Chiemsee und im Priental sind bei den Radfahrern, vor allem bei schönem Wetter, ein beliebtes Ausflugsziel. Nicht umsonst wurde die Region durch den ADFC als „RadReiseRegion“ prämiert. Darüber hinaus nehmen immer mehr Menschen mit Fahrrad und E-Bike am Straßenverkehr teil, auch um die umweltfreundlichen und gesundheitsfördernden Vorteile für sich zu nutzen.
Allerdings spiegelt sich das stetige Wachstum des Fahrradverkehrs auch in der Unfallstatistik wider. Im Dienstbereich der Polizeiinspektion Prien kam es in diesem Jahr bereits zu 105 Verkehrsunfällen, im Jahr 2023 waren es zum gleichen Zeitpunkt noch 76, an denen ein Fahrradfahrer oder E-Biker beteiligt war.
Sehr häufig kamen die Radfahrer nach Angaben der Polizei alleinbeteiligt zu Sturz und haben sich dabei fast immer Verletzungen zugezogen. Dies war bei 100 von 105 gemeldeten Verkehrsunfällen der Fall. Die Verletzungen reichen von einfachen Hautabschürfungen bis zu schweren Kopfverletzungen, die durch das Tragen eines Fahrradhelmes zu vermeiden gewesen wären.
Für mehr Sicherheit auf zwei Rädern war die Polizeiinspektion Prien im Juli und August, gemeinsam mit ehrenamtlichen Chiemsee-Rangern und Sicherheitswacht, im Dienstbereich an neuralgischen Punkten sichtbar präsent. Insbesondere am beliebten Chiemseeradweg wurden die Zweiradfahrer über Verkehrsregeln und sicheres Verhalten informiert und aufgeklärt.
Dabei beginnt sicheres Radfahren und E-Biken bei jedem selbst, sei es durch eine vorausschauende Fahrweise und vor allem Rücksichtnahme auf die anderen Verkehrsteilnehmer. Aber auch die Ausrüstung, insbesondere Fahrradhelm und sichtbare Kleidung, tragen wesentlich zum Schutz der Zweiradfahrer bei.
Damit Fahrradfahrer und E-Biker auch den Spätherbst unfallfrei genießen können, sind nach Angaben der Polizei drei Punkte besonders wichtig: „Verkehrsregeln beachten – vorausschauend fahren – Rücksicht nehmen!“