Trinkwasser sichern

von Redaktion

Bergen soll neuen Vorlagebehälter mit zusätzlich 300 Kubikmetern Wasser erhalten

Bergen – Seit Jahren feilt die Gemeinde an ihrem Gesamtwasserversorgungskonzept, so nannte es Bürgermeister Stefan Schneider in der jüngsten Gemeinderatssitzung, und nun wird an dem nächsten Meilenstein gearbeitet und ein Vorlagebehälter in Einfang geplant.

Hochbehälter
ist zu klein

Wie der Bürgermeister weiter ausführte, sei der Hochbehälter in Sonnleiter saniert worden. Auch die Wasserleitung Enthal wurde mittlerweile mit viel Aufwand gebaut. Nun habe das Ingenieurbüro darauf hingewiesen, dass der Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 1000 Kubikmeter für die Gemeinde zu klein dimensioniert sei. Die Frage sei nun, ob ein zweiter Hochbehälter gebaut werde. Die Kosten hierfür gehen in die Millionen. Allerdings mache es mehr Sinn, einen Behälter in der Nähe der bestehenden Quelle zu bauen, so der Rathauschef. Mit einem Fassungsvermögen von 300 Kubikmeter Wasser zusätzlich in dem Vorlagebehälter müsste man gut auskommen, so Schneider. Die Suche nach einem geeigneten Grundstück gestaltete sich schwierig. Als Möglichkeit wurde nun ein Teilbereich des Parkplatzes in Einfang gesehen. Hier könnte das Gebäude mit zwei Behältern mit je 150 Kubikmeter Wasser gebaut werden. Das Gute an der Lösung, so Schneider, sei, dass dieses Bauwerk dann in der Nähe der Ägidiusquelle liege.

Ob der Bau in Holzbauweise oder als Massivbau erstellt wird, ist noch nicht beschlossen. Die Kosten werden bei der Ausschreibung geprüft. Die zwei Edelstahlbehälter werden auf der Baustelle geschweißt. Die Verrohrung finde unten statt, sodass der Wasserspiegel nach oben ansteige. Sollte der Trübungsmesser eine Trübung des Wassers, möglicherweise nach starkem Niederschlag, feststellen, schließt der Behälter, und das Wasser läuft über den Bach ab. Dies könne, so Schneider, ein- bis fünfmal pro Jahr passieren. Bislang wurde dann immer Adelholzener Wasser in Anspruch genommen. Durch diese zusätzlichen 300 Kubikmeter Wasservorrat werde man sicherer und könne auch besser reagieren.

Parkplätze
fallen weg

Zudem wird die Anlage mit zwei Pumpen und einer UV-Anlage ausgestattet. Sollte mehr Wasser benötigt werden, dann können die Behälter mittels der Pumpen schneller befüllt werden. Monika Mitterer (Grüne Liste) interessierte, ob der Parkplatz weiterhin als solcher nutzbar bleibt. Laut Bürgermeister Schneider werden wohl acht bis zehn Parkplätze wegfallen.

Nach der Vorstellung des Planentwurfs geht es in die weitere Planung und in die Kostenkalkulation. Der Entwurf wurde lediglich vorgestellt, ein Beschluss erfolgte nicht.

Artikel 1 von 11