30 Jahre Altenheim mit Herz

von Redaktion

Segensreiche Einrichtung im Siegsdorfer Ortskern feiert Jubiläum

Siegsdorf – Bis zum Freitag feiert das Alten- und Pflegeheim Siegsdorf sein 30-jähriges Bestehen. Seit nunmehr drei Jahrzehnten ist das Haus in der Siegsdorfer Ortsmitte ein Ort der Fürsorge, Gemeinschaft und Lebensfreude, geprägt von Menschen, die hier leben, arbeiten und begleiten. Gemeinsam haben die Mitarbeiter, die Bewohner und ihre Angehörigen, aber auch viele ehrenamtlich engagierte Begleiter über die Jahrzehnte ein Haus mit Herz und Menschlichkeit geschaffen.

Erfahrung
und Würde

Im Mittelpunkt des Zusammenlebens stehen dabei von jeher Wertschätzung, Selbstbestimmung und Respekt. Denn das Alter bringt nicht nur neue Herausforderungen, sondern auch Lebensweisheit, Erfahrung und Würde. Werte, die in diesem Haus seit 30 Jahren einen festen Platz haben.

Die Idee zur Gründung geht auf den Siegsdorfer Ehrenbürger Prälat Johannes Waxenberger (gestorben 2010) zurück, der 1990 anlässlich des 800-jährigen Jubiläums des Deutschen Ordens den Bau einer sozialen Einrichtung in Siegsdorf anregte. Gemeinsam mit der Gemeinde Siegsdorf und Unterstützern aus dem Deutschen Orden wie Dr. Armin Leebmann und seiner Familie aus Rotthalmünster konnte das Projekt, trotz einiger Widerstände aus dem Dorf, verwirklicht werden. Im Herbst 1992 begannen, nach dem Ankauf des sogenannten „Baron Grundstücks“ (von Baron Meinrad von Ow) an der Marienstraße, die Bauarbeiten für das große Gebäude und bereits im Januar 1994 feierte man das Richtfest.

Am 17. Juli 1995 wurde das Heim dann eröffnet und am 14. Oktober 1995 offiziell eingeweiht und nach dem Siegsdorfer Ehrenbürger Kardinal Michael von Faulhaber benannt. Von Beginn an prägen auch polnische Schwestern aus dem Orden „Kongregation der Dienerinnen der unbefleckten Jungfrau Maria“ das Leben im Haus auf ganz besondere Weise. Sie leben in direkter Nachbarschaft des Heimes in der renovierten ehemaligen „Baron Villa“ und unterstützen die Pflegekräfte mit aufopfernder Arbeit, sorgen aber auch mit offenen Herzen und im Gebet für eine Atmosphäre voller Wärme und Lebensqualität.

Mehr als zwei Jahrzehnte prägten Geschäftsführer Ludwig Wimmer und Pflegedienstleiterin Ursula Höcherl die Entwicklung des Altenheimes Siegsdorf und nutzten dabei auch die wachsende Erfahrung der vielen Mitarbeitenden. Auch unter ihren Nachfolgern, Monika Sandbichler als Leiterin des Hauses, und den Pflegedienstleitungen Silvia Größbacher und Michaela Richter hat sich das Haus fachlich und menschlich kontinuierlich weiterentwickelt.

Ein gemeinsam erarbeitetes Hauskonzept und ein umfassendes Qualitätsmanagement bilden die Grundlage für eine professionelle, zugewandte Pflege. Das fruchtbare Engagement der rund 100 Mitarbeiter, die sich mit Herz und Fachwissen um ihre rund 110 Schützlinge kümmern, wird auch im Prüfbericht des Medizinischen Dienst Bayern (MD) zur Qualität der Pflegeeinrichtung regelmäßig bestätigt. Aber auch baulich wurde das Heim immer wieder den sich ändernden und wachsenden Anforderungen angepasst, um einen Ort zu schaffen, an dem sich Bewohner, Mitarbeitende und Besucher gleichermaßen willkommen und zu Hause fühlen können.

Gefeiert wird das Jubiläum nun gemeinsam mit den Bewohnern, ihren Angehörigen und den Mitarbeitern. Gestartet wurde mit einem Oktoberfest für die Bewohner und ihre Angehörigen und für den morgigen Donnerstag ist ein humorvoller Operettennachmittag geplant. Zum offiziellen Festtag am Freitag, 10. Oktober, hat das Heim seine Ehrengäste zu einem Empfang und einer Dankandacht am Nachmittag sowie einem festlichen Abendprogramm geladen.

Festprogramm mit
Andacht und Operette

Sylvia Mehnert-Kalenda, die Tochter des ehemaligen Bewohners Professor Walter Nitsch, wird dabei dem Heim als Dank für die ausgezeichnete Betreuung ihres Vaters eine große Original-Zeichnung des Altenheimes übergeben. Geschaffen hat Walter Nitsch das Werk während seiner Zeit als Bewohner des Alten- und Pflegeheimes Siegsdorf, in der er mit seinem Rollstuhl und seinem Zeichenstift im Dorf unterwegs war und dabei in unvergleichlicher Zeichenkunst viele Zeitdokumente geschaffen hat.

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