Breitbrunn – Was 25 Jahre in bewährter Hand beim Förderverein der Breitbrunner Grundschule lag, wird nun von der Awo Chiemgau-West übernommen. Bei einer offiziellen Feierstunde in der Grundschule kamen Breitbrunns Bürgermeister Anton Baumgartner, Gstadts Bürgermeister Bernhard Hainz, das gesamte Schulkollegium, Schulleiterin Renata Talanda, Lorenz Ganterer, Vorsitzender des Awo- Ortsvereins Chiemgau-West, Awo-Ehrenvorsitzender Herbert Weißenfels sowie die Damen von der Mittagsbetreuung und Mitglieder des Fördervereins zusammen.
Dass der Fokus auf den Kindern liege und dass es ein nahtloser Übergang sei, machten Schulleiterin Talanda, Awo-Vorsitzender Ganterer und Fördervereinsvorsitzende Stefanie Seebauer mehrfach deutlich. Weder bei den Betreuerinnen noch bei den Strukturen werde sich etwas ändern. Schon im vergangenen Schuljahr hatte der Förderverein angezeigt, dass die Organisation und Abwicklung der Mittagsbetreuung eine große Herausforderung sei, insbesondere wenn die Ganztagsbetreuung für Grundschüler eingeführt wird. Für diese besteht ab dem Schuljahr 2026/27 ein bundesweiter Rechtsanspruch, bis 2029 gilt er dann für alle Klassenstufen.
Die Verwaltungsgemeinschaft Breitbrunn hatte sich deshalb um eine Lösung bemüht und wurde mit der Awo Chiemgau-West fündig. Bürgermeister Baumgartner freute sich, dass es gut weitergehe. Er bedankte sich für die bisher geleistete Arbeit des Fördervereins. 25 Jahre lang habe es ein tolles Angebot gegeben: „Eine Bereicherung. Und es hat immer super funktioniert.“ Schulleiterin Talanda würdigte ebenfalls die bisherige Zusammenarbeit mit dem Förderverein und wünschte dem neuen Träger alles Gute.
Fördervereinsvorsitzende Seebauer bedankte sich im Namen des Fördervereins bei den Betreuerinnen der Mittagsbetreuung, der Schulfamilie und der Gemeinde. Es sei die richtige Entscheidung gewesen, die Trägerschaft abzugeben. Denn es werde nicht einfacher. „Wir waren nicht überfordert“, betonte Seebauer, aber eben „nicht mehr zeitgemäß.“ Der Förderverein werde gleichwohl bestehen bleiben. „Wir arbeiten hier mit Kindern.“ Sie freue sich, dass es einen hervorragenden Nachfolger gebe und dass sich nicht viel ändern werde.
Auch Awo-Vorsitzender Ganterer merkte an, dass die neue Mittagsbetreuung im Grunde die alte sei. Ganterer bedankte sich bei den Betreuerinnen für ihren bisher geleisteten Einsatz und erklärte, die gute Arbeit fortsetzen zu wollen. Waren es im vergangenen Schuljahr weit über 50 Kinder, so sind für dieses Schuljahr schon über 62 Kinder für die Mittagsbetreuung angemeldet. Mit einem schelmischen Blick bedachte Ganterer Bürgermeister Baumgartner: „Wenn das so weitergeht und die Ganztagsbetreuung kommt, brauchen wir mehr Räume.“
Sabine Lehmuth, eine von sechs Damen der Mittagsbetreuung, merkte an, dass es ihr großen Spaß mache, mit Kindern zu arbeiten. Sie freue sich auf das Schuljahr unter der Awo-Trägerschaft: „Für mich geht’s weiter.“ ek