Pro-Kopf-Verschuldung sinkt

von Redaktion

Kämmerin Maria Hardt stellt Jahresrechnung der Gemeinde Inzell 2024 vor

Inzell – Inzells Kämmerin Maria Hardt gab dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung die Zahlen über die Jahresrechnung 2024 bekannt. Der Rechnungsprüfungsausschuss hat vorab die Jahresrechnung geprüft und keinerlei Beanstandungen getroffen. In seinem Prüfungsergebnis hat der Ausschuss dem Gemeinderat empfohlen, die Jahresrechnung 2024 festzustellen und zu billigen.

Der Rechnungsprüfungsvorsitzende Sepp Rieder (SPD) gab in der Gemeinderatssitzung nach den Ausführungen der Kämmerin einen kurzen Einblick der Prüfung und die Schwerpunkte rund um den Haushalt.

Rechnungsprüfer
empfehlen Billigung

Der Rechnungsprüfungsausschuss (RPA) mit Vorsitzendem Sepp Rieder, Petra Maier, Robert Hochreiter (beide CSU), Michael Kötzinger (SPD), Rainer Tobsch (Bürger für Inzell) und Maximilian Bacher (Junge Liste) hat in seinem Prüfungsergebnis dem Gemeinderat empfohlen, die Jahresrechnung 2024 festzustellen und zu billigen. Nach der Gemeindeordnung hat der Gemeinderat bei Vorliegen des Ergebnisses nicht nur die Jahresrechnung festzustellen und eine Niederschrift zu erstellen, sondern gleichzeitig auch die Entlastung vorzunehmen.

Sind die über- und außerplanmäßigen Ausgaben erheblich, sind sie vom Gemeinderat zu beschließen. Als erheblich können über- und außerplanmäßige Ausgaben dann angesehen werden, wenn sie die Zuständigkeitsgrenze des Bürgermeisters aufgrund der Geschäftsordnung übersteigen. Der Höchstbetrag ist dort mit 20000 Euro festgelegt.

Die Feststellung der Jahresrechnung ergab im Verwaltungshaushalt Einnahmen in Höhe von 20,5 Millionen Euro. Beim Vermögenshaushalt belaufen sich diese auf 9,34 Millionen Euro. Der Abschluss der Jahresrechnung erfolgte mit einem Solldefizit in Höhe von 985682 Euro. Dieser wurde planmäßig aus Mitteln der allgemeinen Rücklage ausgeglichen.

Für den Verwaltungshaushalt waren zudem Mehreinnahmen mit einem Plus von 535874 Euro bei den Steuern, den Beiträgen und den Zuweisungen zu verzeichnen (Fremdenverkehrsbeitrag, Erstattungen und Ersätze, Benutzungsgebühren) sowie Minderausgaben im Vergleich zum Planansatz (minus 97072 Euro) bei dem sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand. Erhöhte Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt und bei den Personalausgaben. Das Ergebnis lag um 3,48 Prozent (plus 713046 Euro) über dem Haushaltsplan. Beim Vermögenshaushalt, der um 17 Prozent unter dem Haushaltsplan lag (minus 9,34 Millionen Euro), stammen die Mehreinnahmen aus der Zuführung zum Verwaltungshaushalt. Die Mindereinnahmen ergeben sich aus den Beiträgen zur Erschließung und der fehlenden Kreditaufnahme. Die Minderausgaben sind zurückzuführen auf den Hoch- und Tiefbau sowie die Rücklagenentnahme.

Die wesentlichen Ausgaben 2024 belaufen sich auf den Umzug des Waldkindergartens auf eine gemeindliche Fläche und den Erwerb des dazugehörigen Wichtelwagens, die Dachsanierung des Kraftraumes und der Technik in der Max-Aicher-Arena und den Badepark mit Generalsanierung und Neubau des Schwimmbads sowie die Sanierung der Sauna.

Hinzu kamen noch die verschiedenen Gemeindestraßen mit der Sanierung der Brücke in Wien und die Kosten für die Sanierung der Straßen mit Regenwasserkanal Eichenweg und Sulzbacher Straße. Hinzu kommt die Anschaffung eines neuen MAN-Lkw.

Der Schuldenstand konnte im vergangenen Jahr trotz der vielen notwendigen Investitionen und Sanierungen erneut gesenkt werden und betrug zum Jahreswechsel 4,32 Millionen Euro. Das sind 460000 Euro weniger als im Vorjahr und bedeutet eine Pro-Kopf-Verschuldung in Inzell von knapp über 900 Euro und damit deutlich unter der 1000-Euro-Grenze.

Sepp Rieder als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, dankte Maria Hardt für die durchgeführte Arbeit. „Sie war wieder bestens vorbereitet und man merkt, dass durch ihre Routine die Zusammenarbeit sehr gut funktioniert. Es war alles sehr detailliert aufgelistet“.

Die Jahresrechnung wurde anschließend festgestellt.

„Gutes Ergebnis
eingefahren“

Bürgermeister Michael Lorenz dankte darüber hinaus dem Rechnungsprüfungsausschuss für die aufwendige und sehr fundierte Arbeit. Er zeigte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. „Der Schuldenstand in der Gemeinde konnte trotz der vielen Maßnahmen und zum Teil hohen Ausgaben wieder gesenkt werden. Es wurde gut gewirtschaftet und es war möglich, vieles umzusetzen, was unser Vorhaben war. Aus meiner Sicht haben wir ein gutes Ergebnis eingefahren“. Durch die Entlastung wurde zum Ausdruck gebracht, dass der Gemeinderat mit der Abwicklung der Finanzwirtschaft im betreffenden Haushaltsjahr einverstanden ist. Für die Jahresrechnung des Jahres 2024 wurde einstimmig die Entlastung erteilt.

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