Unterwössen – Ganz im Zeichen des Heiligen Jahres unter dem Motto „Pilger der Hoffnung“ stand der Martinitreff der Pfarrgemeinde Unterwössen im Unterwössner Pfarrheim. Pfarrsekretärin Karin Auer-Lackner informierte in einem Kurzvortrag die rund 40 Senioren. Sie berichtete von den historischen biblischen Wurzeln des Heiligen Jahres und erläuterte im Einzelnen die Ablassmöglichkeiten, die sich im Heiligen Jahr bieten. Auer-Lackner wusste, dass das Heilige Jahr unter dem Leitwort „Pilger der Hoffnung“ am 24. Dezember 2024 mit der Öffnung der Heiligen Pforte im Petersdom durch Papst Franziskus beginnt. Im Zentrum steht die Möglichkeit, einen vollkommenen Ablass zu erlangen. „Mit dem Durchschreiten der Heiligen Pforte kann jeder Mann einen vollkommenen Ablass seiner Sünden erlangen“, erklärte Auer-Lackner. Voraussetzung ist eine Wallfahrt nach Rom, der Besuch der vier Patriarchalbasiliken – Petersdom, Santa Maria Maggiore, Sankt Paul vor den Mauern und Lateran –, der Empfang des Bußsakraments und der Heiligen Kommunion sowie das Beten von Vaterunser und Glaubensbekenntnis.
Auch in Bayern ist der Ablass möglich. „Wir haben vor unserer Haustür auch eine Heilige Pforte“, so Auer-Lackner. Erzbischof Reinhard Kardinal Marx hat sieben Jubiläumskirchen im Erzbistum München und Freising benannt. Gut erreichbar aus Unterwössen sind die Wallfahrtskirche Maria Eck im Dekanat Traunstein, Maria Birkenstein im Dekanat Miesbach und die Jesuitenkirche St. Michael in München.
Gläubige, die eine dieser Kirchen besuchen, das Bußsakrament empfangen, die Kommunion feiern und gemäß den Intentionen des Papstes beten, können einen Jubiläumsablass erlangen. Auer-Lackner gibt die Informationen der Erzdiözese München-Freising weiter, dass das Gebet mit dem Vaterunser, dem Glaubensbekenntnis und einer Anrufung Mariens abgeschlossen werden soll.
Nach dem Vortrag blieb Zeit für Begegnung. Bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen, serviert von den Ministrantenmüttern, klang der Martinitreff in geselliger Runde aus.