Letzte Vesper mit Diakon Hans Eder

von Redaktion

„Eine Ära geht zu Ende“ – Hans Eder nach 33 Jahren im Pfarrverband Seeon verabschiedet

Seeon-Seebruck – Seebruck war 33 Jahre seine Heimat, am vergangenen Sonntag wurde Diakon i. R. Hans Eder aus dem Pfarrverband Seeon verabschiedet. „Diakon in Reichweite“, scherzte Pfarrer Schomers, nachdem dieser seine letzte Vesper nach 26 Jahren in der Klosterkirche feierte. Dass es die Letzte gewesen sein soll, konnte Schomers noch nicht ganz mit sich vereinbaren. „Jetzt legen wir das Baby erst einmal schlafen. Und in der Kirche gibt es ja die Auferstehung.“

Nach der Vesper traf sich die Pfarrgemeinde zum Stehempfang im Klostersaal. Hier konnten sich alle persönlich von Hans Eder verabschieden. Die letzte Vesper hielt Eder zusammen mit Schomers, die sich ergänzten. Untermalt wurden sie vom Kirchenchor Seeon und Truchtlaching. Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende aus Seebruck, Martina Hofstetter, freute sich bei der Begrüßung im Klostersaal, dass so viele der Einladung gefolgt sind. Sie sprach vom gemeinsamen Christbaum-Herrichten in der Seebrucker Pfarrkirche, wo es immer lustig zuging, auf viele ernste Gespräche gab es dann und den unzähligen Pfarrgemeinderatssitzungen.

Bürgermeister Martin Bartlweber überreichte nach seiner Abschiedsrede einen Regenschirm mit dem Hinweis: „Hans, dass es Euch nicht nass rein geht!“ Pfarrer Schomers trauerte dem Ganzen ein wenig nach und brachte es auf den Punkt: „Eine Ära geht zu Ende, du hast den Diakon zu 100 Prozent ausgefüllt!“ Er lobte seine Arbeit, die für viele von außen nicht sichtbar war – vor allem auch das Malawi-Projekt. Hier hatte der Geistliche eine Überraschung dabei: „Wir dürfen aus einem Nachlass ein großes Geschenk über die nächsten fünf Jahre machen, damit unterstützen auch wir das Projekt.“

Zudem übergab er ihm einen „guten Luganer-Wein“ für ruhige Stunden. Von 230000 Euro sprach der Seebrucker Kirchenpfleger Hans Donhauser, die seit zwölf Jahren in das Malawi-Projekt flossen. Da ist auch immer wieder der Reinerlös der Tombola bei der Schreinerei Daxenberger mit dabei. Der Tag des Schreiners findet auch heuer wieder am 8. und 9. November statt.

Dann ergriff Hans Eder selbst das Mikrofon. „Im Jahre 1992 wurde ich in den Pfarrverband Seeon gebeten, mit dem Hinweis ,Ruhe hineinzubringen‘, sagte der 71-Jährige. Im Laufe der Zeit hat er viele Pfarrer in der Gemeinde erlebt: „Nicht mit allen habe ich mich vertragen, aber sie mussten auch mich ertragen.“ Er fügte hinzu: „Das Gute im Leben musste manchmal darunter leiden.“ Nun gibt er zu, dass er „gesundheitliche Sollbruchstellen hat“ und froh ist, dass er noch am Leben ist.

Nachdem der Kirchenchor für ihn noch ein Ständchen spielte, wurden die anwesenden Wortgottesdienstleiter geehrt und mit einer Urkunde und einem kleinen Geschenk bedacht. „Das ist ein würdiger Rahmen“, betonte Schomers.

Zudem entstanden beim kleinen Stehempfang nette Gespräche, die drei Pfarrgemeinderäte organisierten einen kleinen Imbiss und auch die kühlen Getränke, um auch mit Eder anstoßen zu können. don

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