Bernau – Ein Planungsbüro soll ein Konzept für die Parkraumbewirtschaftung rund um den Bernauer Bahnhof erstellen. Zugleich soll der Parkplatz an der Kastanienallee erweitert werden, um die Anliegerstraßen des Bahnhofs zu entlasten.
Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU) erinnerte den Bernauer Gemeinderat an dessen jüngst gefasste Beschlüsse zur Entlastung der Straßen rund um den Bahnhof. Fast zeitgleich sei auch ein Schreiben von besorgten Bürgern bei der Verwaltung eingegangen, berichtete die Rathauschefin. Darin werde ein Parkverbot in der Pankoferstraße und umliegenden Straßen rund um den Bahnhof sowie die Schaffung zusätzlicher Parkplätze und die Nutzung bereits vorhandener Flächen gefordert. Ebenso seien Verkehrsregeln und Parkordnungen konsequent durchzusetzen, um die Einhaltung der Parkverbote sicherzustellen.
Bürgermeisterin Biebl-Daiber zitierte aus dem von 65 Bürgern unterzeichneten Schreiben, in dem es heißt, dass Pendler häufig gegenüber von Ein- und Ausfahrten sowie auf Grünstreifen und landwirtschaftlichen Flächen parken, „was gefährliche Situationen schafft, den Verkehrsfluss behindert und Schaden an der Flur verursacht.“ Sie verstehe die Anwohner, betonte Biebl-Daiber und verwies auf die bereits gefassten Beschlüsse. Diese entsprechen den im Gremium gefassten Beschlüssen. So soll der gesamte Bereich im Zuge der Sanierung der Bahnstrecke München-Salzburg komplett überplant werden.
Matthias Vieweger (CSU) erklärte, dass er Verständnis habe für die Sorgen der Anwohner, aber betonte auch: „Irgendwo muss geparkt werden.“ Martin Pollinger (SPD) forderte Platz für Rettungsfahrzeuge und Lieferfahrzeuge.
All das, auch Fördermöglichkeiten, werde das Planungsbüro prüfen, erklärte Biebl-Daiber. Man sei mit dem Planungsbüro bei einem zweistündigen Ortstermin alle Straßen abgegangen und habe die Situation vor Ort begutachtet. Sie schlage deshalb vor, mit den in den früheren Sitzungen gefassten Beschlüssen fortzufahren.
Ein Planungsbüro soll ein Konzept für die Parkraumbewirtschaftung erstellen, dessen Umsetzung dann während der Vollsperrung der Bahnstrecke im Jahr 2027 erfolgen sollte. Zudem läuft derzeit bereits die Ausschreibung des Parkplatzes an der Kastanienallee, der sicherlich in unmittelbarem Zusammenhang mit der Bahnhofstraße stehen und zur Entlastung der Anliegerstraßen des Bahnhofs führen kann. Das Gremium stimmte einem „Weiter“ einhellig zu.